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Anschlagsversuch am Brüsseler Zentralbahnhof löst Panik aus

Mittwoch, 21. Juni 2017

Am Brüsseler Zentralbahnhof hat es einen Anschlagsversuch gegeben. Nach einer kleinen, aber heftigen Explosion am gestrigen Dienstagabend (20.06.2017) schossen Soldaten einen Verdächtigen nieder, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie ging von einem "terroristischen Angriff" aus. Wenig später erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, der mutmaßliche Attentäter sei tot. Er hatte laut Augenzeugen "Allahu Akbar" (Gott ist groß) gerufen.

Der Vorfall werde als "terroristischer Angriff" eingestuft, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric Van Der Sypt, am späten Dienstagabend vor Journalisten. Er konnte zunächst nicht sagen, ob der "neutralisierte" Verdächtige noch lebe oder nicht. Er liege noch am Tatort. Wenig später bestätigte er dann der Nachrichtenagentur AFP, der Verdächtige sei tot.

Gegen 20.30 Uhr habe es eine kleine Explosion am Zentralbahnhof gegeben, sagte Van der Sypt bei der Pressekonferenz vor dem Bahnhof. Neben dem Verdächtigen habe es "keine weiteren Opfer" gegeben. Über die Identität des Mannes sei noch nichts bekannt.

Zuvor hatten Experten geprüft, ob der am Boden liegende Verdächtige Sprengstoff auf sich trug, wie Belga berichtete. Medienberichten zufolge hatte der Mann einen Sprengstoffgürtel gezündet. Demnach trug er auch einen Rucksack.

Einer der Augenzeugen ist Angestellter der belgischen Bahngesellschaft SNCB. Er sagte, der Verdächtige habe "Allahu Akbar" gerufen und einen Rollkoffer zur Explosion gebracht. Danach seien die Menschen im Bahnhof in Panik weggelaufen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte dies nicht bestätigen. Nach der Explosion war Panik ausgebrochen. Der Bahnhof und der zentrale Platz Grand-Place wurden geräumt. Polizei und Armee riegelten die umliegenden Straßen ab, der Verkehr in der Innenstadt kam zum Erliegen. Die Polizei riegelte auch den Marktplatz Grand-Place im Zentrum ab. Etwa eine Stunde später erklärte das Brüsseler Krisenzentrum, die Situation sei wieder unter Kontrolle.

Der Bürgermeister von Brüssel, Philippe Close, schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, das Zentrum der Stadt sei "ruhig". Belgiens Premierminister Charles Michel lobte den "Mut" der Sicherheitskräfte. Er kündigte eine Sitzung des Sicherheitsrats am Mittwochmorgen an.

Die Terrorgefahr in der belgischen Hauptstadt wird seit den Anschlägen auf den Flughafen und die Metro im März 2016 nach wie vor als hoch eingeschätzt. Dabei waren 32 Menschen getötet worden. Zu den Taten bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).  (I.Beryonev--DTZ)

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