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Gedenkgottesdienst: Prälat wünscht Kohls Familie Versöhnung

Dienstag, 27. Juni 2017

Bei einem Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl (CDU) hat der katholische Prälat Karl Jüsten der zerstrittenen Familie Kohl Versöhnung gewünscht. "Wir wünschen ihnen allen, dass sie untereinander Versöhnung und Frieden erfahren", sagte Jüsten am heutigen Dienstag (27.06.2017) laut RInformation von Deutsche Tageszeitung bei der Totenmesse für Kohl in der Berliner Hedwigskathedrale. In diesen Stunden seien die Gedanken bei Kohls Witwe sowie bei seinen Söhnen und ihren Familien.

Über den offiziellen Abschied von dem langjährigen Kanzler und dessen Begräbnis gibt es einen erbitterten Streit zwischen seiner Witwe Maike Kohl-Richter und seinem Sohn Walter Kohl. Dieser forderte unter anderem einen Staatsakt in Berlin für seinen Vater und kündigte an, nicht an der privaten Beisetzung in Speyer teilnehmen zu wollen. Für Kohl ist am kommenden Samstag (01.07.2017) ein europäischer Trauerakt in Straßburg geplant. Später soll der Altkanzler in Speyer beigesetzt werden. Seine erste Frau Hannelore, die Mutter von Walter Kohl, ist in Ludwigshafen begraben. Helmut Kohl war am Freitag vor einer Woche im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen-Oggersheim gestorben.

Auch Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) machte ihr Unverständnis darüber deutlich, dass es für Kohl keinen nationalen Staatsakt geben wird. "Ich kann nicht nachvollziehen, warum er nicht einen würdigen Abschied in einem Staatsakt bekommt", sagte Roth nach der Totenmesse in Berlin im ARD-"Morgenmagazin". Kohl habe über so lange Zeit Deutschland geprägt.

Mit Blick auf die Wünsche von Kohls Witwe Maike Kohl-Richter für die offiziellen Feierlichkeiten sagte Roth, es gebe selbstverständlich jedes Recht, Trauer privat zu gestalten. Doch Kohl sei nicht nur eine Privatperson gewesen.

Der Gedenkgottesdienst am heutigen Dienstagmorgen in Berlin ging auf eine Initiative von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) zurück. Er reagierte damit nach eigenen Angaben auf das Bedürfnis vieler Abgeordneter, auch in der Hauptstadt Berlin von Kohl Abschied nehmen zu können. An der Totenmesse nahmen unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundestagspräsident Norbert Lammert (beide CDU) teil.  (S.A.Dudajev--DTZ)

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