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Bauministerium lässt nach brennbaren Fassaden suchen

Mittwoch, 28. Juni 2017

Nach der Evakuierung eines Hochhauses in Wuppertal lässt das Bundesbauministerium überprüfen, ob in Deutschland andere Gebäude einem ähnlichen Brandrisiko ausgesetzt sind. Das Ministerium in Berlin setzte sich nach Angaben einer Sprecherin mit den Bauministerien der Bundesländer in Verbindung, um eine bundesweite Datenbank aufzubauen.

"Wir gehen derzeit davon aus, dass es ein Einzelfall ist", sagte die Sprecherin am heutigen Mittwoch (28.06.2017) zu der Wuppertaler Evakuierung. Allerdings gebe es noch keine bundesweite Datensammlung zu Gebäuden, in denen brennbare Fassaden verbaut sind.

Das Ziel sei nun, Daten zu erheben, "welche Häuser und wie viele Häuser ein ähnliches Gefährdungspotenzial haben". Außerdem werde das Bundesbauministerium den Ländern vorschlagen, die bislang sechsjährige Überprüfungsfrist für Dämm- und Brandschutzvorgaben zu verkürzen.

Am gestrigen Dienstag waren etwa 70 Menschen des Wuppertaler Hochhauses wegen erhöhter Brandgefahr in Sicherheit gebracht worden. Hintergrund ist der verheerende Hochhausbrand in London, bei dem in der Nacht zum 14. Juni mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen waren. Die Flammen hatten sich dort rasend schnell über die Fassade ausgebreitet.

Die Kunststofffassade und das darunterliegende Material des elfstöckigen Hauses in Wuppertal wurden bei einer Sicherheitsüberprüfung als brennbar eingestuft. Bei einem möglichen Fassadenbrand wären Bewohner zudem von Fluchtwegen abgeschnitten.  (P.Tomczyk--DTZ)

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