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Tennis: Marin Cilic zum ersten Mal im "heiligen" Wimbledonfinale

Samstag, 15. Juli 2017

Marin Cilic (28) ist zum ersten Mal in seiner Tennis-Karriere ins Wimbledonfinale eingezogen. Der frühere US-Open-Champion aus Kroatien setzte sich im Halbfinale nach 2:56 Stunden gegen den Amerikaner Sam Querrey 6:7 (6:8), 6:4, 7:6 (7:3), 7:5 durch und trifft am Sonntag (15.00 Uhr MESZ/Sky) auf Roger Federer (Schweiz) oder Tomas Berdych (Tschechien).

"Unglaublich, einfach unglaublich", sagte Cilic, nachdem er seinen zweiten Matchball verwandelt hatte: "Es war heute nicht leicht, Sam hat zu Beginn sehr gut aufgeschlagen. Das Level war sehr hoch. Er hat mich gezwungen, mein bestes Tennis abzurufen."

Cilic hatte in den ersten beiden Runden Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Florian Mayer (Bayreuth) jeweils in drei Sätzen geschlagen. Querrey fehlte nach drei Fünfsatzsiegen - zuletzt gegen Titelverteidiger Andy Murray (Großbritannien) - die Kraft. Der 29-Jährige hatte als erster Spieler aus den USA seit Andy Roddick vor acht Jahren das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht.

2014 hatte Cilic überraschend in New York triumphiert, es war sein mit Abstand größter Erfolg. Ein Jahr zuvor war er vier Monate lang wegen Dopings gesperrt gewesen, nachdem er beim ATP-Turnier in München positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden war. Eine leistungssteigernde Absicht lag laut Weltverband ITF jedoch nicht vor.

In Wimbledon schied Cilic in den vergangenen drei Jahren jeweils im Viertelfinale aus, 2016 vergab er gegen Federer drei Matchbälle. In der Geschichte des Profitennis (seit 1968) hat nie ein Spieler mehr Anläufe (11) gebraucht, um das Finale auf dem "Heiligen Rasen" zu erreichen. Nach seinem Ex-Trainer Goran Ivanisevic (2001) könnte Cilic der zweite Kroate werden, der im All England Club triumphiert.  (B.Izyumov--DTZ)

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