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Rücktritt des inhaftierten Nuzman als COB-Präsident offiziell

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Der wegen Korruptionsverdachts inhaftierte ehemalige Rio-OK-Chef Carlos Arthur Nuzman ist offiziell von seinem Amt als Präsident des brasilianischen Olympischen Komitees COB zurückgetreten. Das wurde im Rahmen einer außerordentlichen COB-Versammlung am Mittwoch bekannt.

Über seinen Anwalt teilte Nuzman mit: "Angesichts der Notwendigkeit, mich vollständig auf mein Recht zur Verteidigung zu konzentrieren, trete ich komplett von meinem Posten als Vorsitzender des brasilianischen Olympischen Komitees und als Ehrenmitglied der Generalversammlung zurück."

Der 75-Jährige, der sich am Samstag von seinen Ämtern hatte freistellen lassen, befindet sich seit vergangenem Donnerstag wegen des Skandals um vermeintlichen Stimmenkauf bei der Wahl Rio de Janeiros zum Gastgeber der Olympischen Spiele 2016 in Untersuchungshaft. Nuzman, der den COB-Chefposten seit 1995 innehatte, wird zudem Geldwäsche und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Das Internationale Olympische Komitee IOC hatte einen Tag nach Nuzmans Festnahme mit der Suspendierung seines Ehrenmitglieds und der Abberufung des altgedienten Funktionärs aus der Koordinierungskommission für die Sommerspiele 2020 in Tokio reagiert. Auch das COB wurde suspendiert.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Zahlung von mindestens zwei Millionen Dollar an den senegalesischen Unternehmer Papa Massata Diack mit Verbindung zu afrikanischen IOC-Mitgliedern wenige Tage vor der Vergabe der 31. Olympischen Sommerspiele im Oktober 2009. Nuzman soll dabei die Kontakte zwischen Diack und der "kriminellen Organisation" (Zitat Staatsanwaltschaft) um den damaligen Rio-Gouverneur Sergio Cabral geknüpft haben.

(L.Svenson--DTZ)

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