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Walmart: Nach US-Steuerreform Mindestlohn nun 11 Dollar pro Stunde

Freitag, 12. Januar 2018

Der US-Einzelhandelsriese Walmart erhöht den Mindestlohn für seine mehr als eine Million Angestellten. Ab Februar werde pro Stunde elf Dollar (9,17 Euro) gezahlt, teilte der größte private Arbeitgeber der USA am Donnerstag mit. Zudem werde es Einmalprämien von bis zu 1000 Dollar und Verbesserungen bei Mutterschutz und Elternzeiten geben. Walmart begründete die Wohltaten mit der jüngsten Steuerreform.

Bislang zahlte Walmart ein Einstiegsgehalt von neun Dollar pro Stunde, nach drei Monaten und einer Weiterbildung erhöhte sich der Stundenlohn auf zehn Dollar. "Von nun an beträgt der Einstiegslohn für alle Angestellten mindestens elf Dollar die Stunde", sagte ein Unternehmenssprecher. Die Steuerreform war im Dezember abschließend verabschiedet worden. Sie sieht eine drastische Senkung der Unternehmensteuer von 35 auf 21 Prozent vor.

Zuvor hatten schon andere Unternehmen Bonuszahlungen und Lohnerhöhungen angekündigt, darunter die Fluggesellschaft American Airlines, der Telekommunikationskonzern AT&T und der Finanzdienstleister Wells Fargo. Nach Angaben von US-Finanzminister Steven Mnuchin beschlossen bereits 130 Firmen Bonuszahlungen und Prämien in Folge der Steuerreform. Davon würden zwei Millionen US-Bürger profitieren.

Kritiker monieren, dass die sozialen Verbesserungen für Arbeitnehmer nur einen geringen Anteil der durch die Steuerreform erwarteten Gewinne ausmachen werden. Sie befürchten, dass die Gewinne vor allem in Aktienrückkaufprogramme, höhere Dividenden und Managergehälter fließen werden.  (M.Dorokhin--DTZ)

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