Ubers Nummer zwei verlässt umstrittenen Fahrdienstanbieter aus Verärgerung

Montag, 20. März 2017

Der umstrittene Fahrdienstvermittler Uber muss den Abgang eines weiteren Top-Managers verkraften. Nach gerade einmal einem halben Jahr wirft der Präsident des Unternehmens, Jeff Jones, das Handtuch. "Es scheint nun offensichtlich, dass die Überzeugungen und der Ansatz, die meine Karriere geleitet haben, nicht mit dem zusammenpassen, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe", erklärte Jones gegenüber dem Branchendienst Recode am Sonntag. Als Präsident war Jones die Nummer zwei hinter Uber-Chef Travis Kalanick.

Der Rückzug von Jones ist der zweite Abgang einer Führungskraft binnen kurzer Zeit. Erst Ende Februar hatte der neue Technik-Chef des Unternehmens, Amit Singhal, Uber verlassen müssen. Er hatte interne Ermittlungen gegen ihn wegen sexueller Belästigung bei seinem Ex-Arbeitgeber Google verschwiegen. Singhal hatte erst im Januar seinen Posten angetreten.

Zuletzt hatte es immer wieder Ärger rund um das Unternehmen gegeben. So wandten sich zehntausende Nutzer aus Protest gegen Kalanicks Tätigkeit in der Wirtschaftsberatergruppe von US-Präsident Donald Trump von dem Anbieter ab. Kalanick verließ das Gremium daraufhin. Der Chef lässt derzeit außerdem Vorwürfe der sexuellen Belästigung in seinem Unternehmen prüfen.

Uber vermittelt über Smartphone-Apps und das Internet Fahrten in verschiedenen Angebots- und Preisklassen. Das Unternehmen ist in dutzenden Ländern und hunderten Städten aktiv und vor allem etablierten Taxiunternehmen ein Dorn im Auge.

(N.Loginovsky--DTZ)

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