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Abgasaffäre: VW- und Audi-Händler fühlen sich im Stich gelassen

Donnerstag, 18. Mai 2017

Die VW- und Audi-Händler fühlen sich in der Abgasaffäre von dem Autokonzern im Stich gelassen. "Das Vertrauen zwischen Händlern und VW ist massiv belastet", sagte der Präsident des Händlerverbands, Dirk Weddigen von Knapp, in einem Interview am heutigen Donnerstag (18.05.2017) und warf VW "schlechten Stil" vor. Der Verband vertritt in Deutschland alle 2400 Autohäuser und Servicestandorte von VW, Audi und den Nutzfahrzeugen des Konzerns.

Die Händler bemängeln demnach technische Probleme, die finanziellen Folgen zehntausender Kundenklagen sowie großen Druck des Konzerns auf die Geschäfte der Händler. Der Verband fürchtet deshalb das Aus für viele Autohäuser. "Die Täuschung von VW hat VW-Kunden verärgert", sagte der Verbandspräsident zu dem Skandal um manipulierte Abgaswerte. "Lange waren wir dabei ziemlich gelassen. Aber das ändert sich."

Konkret warf der Verband dem Autobauer vor, dass die Umrüstung der betroffenen Autos nicht wie geplant laufe. So falle das zentrale IT-System, das das richtige Software-Update liefern muss, immer wieder tageweise aus und verursache zusätzliche Kosten. Die Händler wünschen sich demnach auch mehr Unterstützung in Rechtsfragen. Viele Kunden nähmen nach deutschem Recht den Händler in die Pflicht, die dann pro Fall Zusatzkosten von mehr als 2000 Euro hätten.

VW hatte im September 2015 auf Druck von US-Behörden eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese drückte den Schadstoffausstoß bei Emissionstests nach unten. Im Zusammenhang mit der Affäre laufen mehrere Gerichtsverfahren.  (W.Budayev--DTZ)

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