Deutsche Tageszeitung - Europe on the move: Erinnerung an die Migration zum 100. Jahrestag des Vertrages von Lausanne eine internationale Diskussion

Europe on the move: Erinnerung an die Migration zum 100. Jahrestag des Vertrages von Lausanne eine internationale Diskussion


Europe on the move: Erinnerung an die Migration zum 100. Jahrestag des Vertrages von Lausanne eine internationale Diskussion
Europe on the move: Erinnerung an die Migration zum 100. Jahrestag des Vertrages von Lausanne eine internationale Diskussion

1. Dezember 2023, Deutsches Auswandererhaus, Bremerhaven

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WARSCHAU, Polen, 28. November 2023 /PRNewswire/ -- Organisation: Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität (ENRS) und Bundesinstitut für Geschichte und Kultur im östlichen Europa in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven.

Die Sozialgeschichte des modernen Europas ist von Migrationen geprägt. Der Vertrag von Lausanne, der 1923 nach dem Ende des Ersten Weltkriegs geschlossen wurde, hatte die Umsiedlung von über zwei Millionen Menschen in Griechenland und der Türkei zur Folge. Der Vertrag bildete die Rechtsgrundlage für ähnliche Maßnahmen in der Zukunft, vor allem für die Zwangsumsiedlung von Millionen von Menschen in Ost- und Mitteleuropa am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945.

Die Zeit der Staatenbildung in Europa ging im 20. Jahrhundert zu Ende, aber der Kontinent ist immer noch in Bewegung. Jeden Tag verlassen Hunderte von Menschen ihre Heimat, um in einem anderen Land ein neues Leben zu beginnen.

Anlässlich des hundertsten Jahrestages des Vertrags von Lausanne treffen sich neun führende internationale Expertinnen und Experten für Migration, um in Bremerhaven über das Erbe der Migrationen im 20. Jahrhundert in Europa zu diskutieren. Welchen Einfluss hatten die Bevölkerungsbewegungen auf den Aufbau nationaler und europäischer Identitäten? Welche Rolle spielen sie bei der Gestaltung des kollektiven Gedächtnisses heutiger Europäer? Welches Licht werfen sie auf ähnlich motivierte Bevölkerungsbewegungen im 21. Jahrhundert?

Die Diskussion beginnt mit einem Eröffnungsvortrag von Prof. Christoph Rass vom Lehrstuhl für Neuere Geschichte und Historische Migrationsforschung der Universität Osnabrück. Anschließend finden zwei Panels statt, die sich mit Zwangs- und Wirtschaftsmigration befassen.

Die Veranstaltung bildet den Abschluss der Ausstellung „After the Great War" (Nach dem Großen Krieg), die im Oktober in Bremen zu sehen war. 

Der Eintritt ist frei.

Sprachen: Englisch, Deutsch.

Anmeldung: https://events.enrs.eu/Bremerhaven2023

Das Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität (ENRS) mit Sitz in Warschau fördert den Dialog über die europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zu seiner Aufgaben gehören Aktivitäten in den Bereichen Bildung und kultureller Dialog. Das ENRS arbeitet mit mehr als 400 Partnerorganisationen in ganz Europa zusammen.

Das Bundesinstitut für Geschichte und Kultur der Deutschen im östlichen Europa mit Sitz in Oldenburg ist ein ministerielles Forschungsinstitut im Geschäftsbereich des/der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), das formell der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg angegliedert ist.

 

 

(U.Stolizkaya--DTZ)