Deutsche Tageszeitung - Koreanische Tempelküche: Kulinarische Heilung für die Seele - Was treibt das weltweite Interesse an der Tempelküche an?

Koreanische Tempelküche: Kulinarische Heilung für die Seele - Was treibt das weltweite Interesse an der Tempelküche an?


Koreanische Tempelküche: Kulinarische Heilung für die Seele - Was treibt das weltweite Interesse an der Tempelküche an?
Koreanische Tempelküche: Kulinarische Heilung für die Seele - Was treibt das weltweite Interesse an der Tempelküche an?

Le Cordon Bleu bietet seit drei Jahren in Folge sowohl Online- als auch Offline-Vorlesungen an.

Textgröße ändern:

– Das BCIHMCT in Indien und die GD Goenka University – Le Cordon Bleu India waren Gastgeber eines Tempelküchen-Workshops und einer Demonstration.

SEOUL, Südkorea, 1. Dezember 2023 /PRNewswire/ -- Die globale Faszination für koreanische Tempelküche, durchtränkt von 1700 Jahren Weisheit des koreanischen Buddhismus, fesselt weiterhin Enthusiasten auf der ganzen Welt. Mehrere weltbekannte kulinarische Institutionen, darunter das Banarsidas Chandiwala Institute of Hotel Management and Catering Technology (BCIHMCT) in Indien, haben Workshops und Vorführungen rund um das Thema Tempelküche angeboten. Le Cordon Bleu Paris und sein Campus in London unterrichten angehende Köche seit drei Jahren in spezialisierten vegetarischen Kochkursen mit einem Schwerpunkt auf Tempelküche. Das Interesse an Mönchen, welche die Tempelküche fortführen, wie zum Beispiel die buddhistische Nonne Jeong Kwan, die vom Jogye-Orden, dem größten buddhistischen Ordens Koreas, als Meisterin der koreanischen Tempelküche bezeichnet wurde, wächst rapide. Jeong Kwan erlangte Berühmtheit für ihren Auftritt in der Netflix-Serie „Chef's Table".

Temple food workshop and demonstration at Banarsidas Chandiwala Institute of Hotel Management and Catering Technology (BCIHMCT) by the Buddhist nun Jeong Kwan

Was treibt das weltweite Interesse an der Tempelküche an und was hebt sie von der einfachen vegetarischen Küche ab?

Das zunehmende Interesse an Tempelküche folgt einer wachsenden Anzahl von vegetarisch und vegan lebenden Menschen weltweit. Da immer mehr Menschen gesundheitsbewusste und dem Leben gegenüber respektvolle Ernährungsgewohnheiten anstreben, erhöht die Neigung zu pflanzlicher Ernährung natürlich auch das Interesse an der Tempelküche.

Tempelküche verkörpert Harmonie und Naturnähe und bietet einen reinen, unberührten Geschmack, der frei von künstlichen Zusatzstoffen und Zutaten auf tierischer Basis ist. Mit frischem saisonalem Gemüse, ergänzt durch Pilze oder Bohnen statt Fleisch, richtet sich die Tempelküche an Vegetarier. Sie tritt in der heutigen Zeit der Klimakrise als überzeugende Ernährungsalternative zutage, welche auch die Zukunft der Menschheit einbezieht.

Tempelküche repräsentiert die Weisheit eines nachhaltigen Lebens durch umweltfreundliche Anbaumethoden, eine kohlenstoffarme und fleischlose Ernährung, eine effiziente Verwendung von Zutaten beim Kochen und die „Balwoo Gongyang" -Praxis, bei der eine Essenszeremonie Reis, Suppe, Beilagen und sogar Wasser in einer Schüssel umfasst, wobei es von Bedeutung ist, alles aufzuessen, und damit Abfälle zu minimieren.

Es bestehen durchaus Unterschiede zwischen dem einfachen Vegetarismus und der Tempelküche und sie zieht Menschen an, die nicht nur auf körperliche Gesundheit, sondern auch auf geistiges und seelisches Wohlbefinden achten. Als Ernährung von denen, die im Tempel praktizieren, symbolisiert sie mehr als bloße Lebenserhaltung. Die Tempelküche respektiert jede Etappe, vom Anbau der Zutaten bis zur Zubereitung und zum Verzehr der Mahlzeiten und würdigt die Hingabe aller Beteiligten.

Darüber hinaus übersteigt Tempelküche das Konzept der gesunden Ernährung nur zum Erhalt der Körperfunktionen, sie nährt und heilt sowohl den Geist als auch die Seele. Die umfassende Lebenskraft der Natur in Form von frischen Zutaten fördert die vollständige Akzeptanz aller Lebensformen und dient als Kommunikationsmittel.

Das tiefgreifende Interesse an Tempelküche in führenden Gastronomieschulen weltweit ist auf ihre kontemplative Reflexion über spirituelle Elemente zurückzuführen, die den Akt des einfachen Essens überschreiten.

So hat Le Cordon Bleu beginnend im Jahr 2020 seit drei Jahren in Folge die Tempelküche in seine vegetarischen Kochkurse auf dem Campus in Paris und London integriert und bietet sowohl Online- als auch Offline-Vorträge an. 

Im März dieses Jahres veranstalteten das BCIHMCT in Indien und die GD Goenka University – Le Cordon Bleu India einen Workshop für Tempelküche und eine Demonstration von der Meisterin Jeong Kwan. Während des Workshops betonte sie: „Das Verständnis der tiefen Kontemplation des Lebens ist von entscheidender Bedeutung, um die innewohnenden Aromen von Zutaten hervorzubringen, und wird so selbst zu einer Praxis", was die teilnehmenden Professoren und Studenten begeisterte.

Wenn Sie daran interessiert sind, das Wesen der Tempelküche in Korea zu erleben, können Sie „Let's Learn Korean Temple Food" besuchen, einen wöchentlich stattfindenden eintägigen Kurs für Ausländer, der jeden Samstag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr im „Korean Temple Food Center" in Insadong, einem der berühmten Touristenziele in Seoul, stattfindet.

Für ein unmittelbareres Erlebnis können Sie sich auch einen sorgfältig zusammengestellten Tempelküchen-Kurs bei „Balwoo Gongyang" gönnen. Balwoo Gongyang wurde drei Jahre in Folge mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und präsentiert saisonale Menüs mit frischen, saisonalen Zutaten. Wie wäre es, eine Reise nach Korea zu unternehmen, um Körper und Seele mit herzhafter Herbstküche zu nähren?

Anfragen:

Let's Learn Korean Temple Food, Korean Temple Food Center

–  Öffnungszeiten: Jeden Samstag von 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr
–  Kosten: 10.000 KRW
–  Reservierung: edu.koreatemplefood.com 
–  Telefon: +82-2-733-4650

 



 

 

(G.Khurtin--DTZ)