Deutsche Tageszeitung - Überreste von seit Tsunami-Katastrophe in Japan vermisster Frau identifiziert

Überreste von seit Tsunami-Katastrophe in Japan vermisster Frau identifiziert


Überreste von seit Tsunami-Katastrophe in Japan vermisster Frau identifiziert
Überreste von seit Tsunami-Katastrophe in Japan vermisster Frau identifiziert / Foto: ©

Kurz vor dem zehnten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe in Japan sind die sterblichen Überreste einer seither vermissten Frau gefunden und identifiziert worden. Die Skelettteile seien am 17. Februar an einem Strand in der nordöstlichen Region Miyagi entdeckt worden, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Durch Zahnabgleich und DNA-Analysen seien sie als die Überreste der 61 Jahre alten Natsuko Okuyama identifiziert worden, die seit der Flutwelle am 11. März 2011 als vermisst galt.

Textgröße ändern:

Die Zahl der bestätigten Todesopfer durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami liegt bei rund 15.900. Mehr als 2500 Menschen gelten zehn Jahre nach der Katastrophe noch immer als vermisst. Viele Hinterbliebene leiden darunter, dass die Leichen ihrer Liebsten nie gefunden wurden.

Die Nachrichtenagentur Kyodo zitierte Okuyamas Sohn, der sich froh darüber zeigte, nun mit der Vergangenheit abschließen zu können: "Ich bin extrem glücklich, dass meine Mutter kurz vor dem zehnten Jahrestag gefunden wurde", sagte er. "Dadurch kann ich meine Gefühle ordnen und wieder nach vorne schauen."

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Tödlicher Raserunfall: Mehr als drei Jahre Jugendstrafe in Duisburg

In einem Prozess um einen tödlichen Raserunfall, bei dem eine 67-Jährige getötet wurde, ist der Unfallverursacher vom Landgericht Duisburg zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der Angeklagte wurde unter anderem wegen eines verbotenen Autorennens mit Todesfolge verurteilt, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag sagte. Ihm wurde zudem die Fahrerlaubnis entzogen.

Obdachloser in Köln bei Streit getötet - 29-Jähriger festgenommen

In Köln ist ein Obdachloser offenbar Opfer eines Tötungsdelikts geworden. Ersten Erkenntnissen zufolge geriet der 47-Jährige am Mittwochabend an einer Haltestelle in der Innenstadt mit einem 29-Jährigen in Streit, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Dabei würgte der Jüngere den 47-Jährigen, bis dieser bewusstlos war. Anschließend floh der 29-Jährige. Zeugen fanden den 47-Jährigen und alarmierten die Rettungskräfte. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen starb er am Tatort.

Jugendlicher übernimmt Mordauftrag: Dreieinhalb Jahre Haft in Köln

Wegen der Übernahme eines bezahlten Mordauftrags ist ein 18-Jähriger vom Landgericht Köln zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass sich der in Schweden lebende Angeklagte im September vergangenen Jahres über einen Messengerdienst gegen Geld in unbekannter Höhe hatte anwerben lassen.

Kleinkind geschlagen und geschüttelt: 22-Jähriger wegen Totschlags verurteilt

Nach dem Tod eines zweijährigen Kinds durch Schläge und Schütteln ist der ehemalige Lebensgefährte der Kindsmutter erneut zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Trier sprach den mittlerweile 22-Jährigen am Donnerstag des Totschlags schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Es verurteilte den zur Tatzeit Heranwachsenden zu einer Jugendstrafe von sieben Jahren.

Textgröße ändern: