Deutsche Tageszeitung - Herrmann will gemeinsames Katastrophen-Lagezentrum beim BKK

Herrmann will gemeinsames Katastrophen-Lagezentrum beim BKK


Herrmann will gemeinsames Katastrophen-Lagezentrum beim BKK
Herrmann will gemeinsames Katastrophen-Lagezentrum beim BKK / Foto: ©

In der Debatte um Veränderungen beim Katastrophenschutz nach der schweren Flutkatastrophe hat sich der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) für ein nationales Lagezentrum beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) ausgesprochen. Das Amt solle in seiner Funktion als "Koordinierungsstelle" zur Lage- und Informationsbewertung gestärkt werden, sagte Herrmann am Dienstag im Deutschlandfunk. Eine Verschiebung von Kompetenzen auf die Bundesebene sei dafür nicht erforderlich.

Textgröße ändern:

Herrmann verwies auf die gemeinsamen Terrorabwehrzentren von Bund und Ländern. Auch diese seien in den vergangenen Jahren mit dem Ziel geschaffen worden, den Informationsfluss zwischen Bund und Ländern durch gemeinsame Lagebesprechungen zu verbessern. Das funktioniere sehr gut. Auch dafür seien indes keine Kompetenzen per Grundgesetzänderung verschoben worden. "Genau so stelle ich mir das jetzt beim Katastrophenschutz vor", fügte Herrmann an.

So könnten beim BKK in Bonn künftig Experten von Bund und Ländern in gemeinsamen Runden alle verfügbaren Informationen bewerten und an Länder und Kommunen weiterleiten, sagte der Minister. Das sei gerade bei länderübergreifenden Ereignissen sinnvoll. Ein Konzept dazu habe BKK-Präsident Armin Schuster schon vor einigen Monaten vorlegt. Dieses werde von sämtlichen Innenministern unterstützt.

Unterstützung für die Idee eines gemeinsamen Stab beim BKK kam am Dienstag auch von der Spitze des Technischen Hilfswerks (THW). THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner sagte im Rundfunk Berlin-Brandenburg, das Konzept von BKK-Präsident Schuster für ein Kompetenzzentrum sei sehr hilfreich. "Ich halte das für eine gute Idee, ohne dass wir massive Grundgesetzänderungen bräuchten." Grundsätzlich habe sich das förderale Katastrophenschutzsystem aus ihrer Sicht bewährt.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

USA greifen Ziele im Iran als Vergeltung für Angriff auf Frachter an

Nach einem Angriff auf ein Frachtschiff haben die USA nach Armeeangaben als Vergeltung Ziele im Iran angegriffen. Bei den Angriffen am Freitag seien iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste ins Visier genommen worden, teilte das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Es handele sich um eine "kraftvolle Antwort auf den gestrigen Angriff auf ein Handelsschiff, das die Straße von Hormus durchquerte", erklärte Centcom weiter. Diese "unbegründete Aggression" sei "eindeutig" ein Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.

Israel, der Libanon und die USA unterzeichnen Rahmenabkommen

Israel und der Libanon haben am Freitag in den USA ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das den Weg für ein Friedensabkommen zwischen den beiden Nachbarländern ebnen soll. "Wir freuen uns, ein Rahmenabkommen zwischen der souveränen Regierung des Libanon und natürlich der Regierung Israels bekanntzugeben", sagte US-Außenminister Marco Rubio bei der Unterzeichnung in Washington. "Vermittelt und unterstützt" werde das Abkommen von den USA, die es ebenfalls unterzeichneten.

Aus Furcht vor fremdenfeindlicher Gewalt: Südafrika unterstützt Malawier bei Ausreise

Aus Furcht vor einer Eskalation bei fremdenfeindlichen Protesten unterstützt Südafrika mehr als 15.000 Malawier bei der Ausreise aus dem Land. Es werde befürchtet, dass für kommende Woche angekündigte migrantenfeindliche Proteste in Gewalt umschlagen könnten, erklärte Südafrikas Justizministerin Mmamoloko Kubayi am Freitag. Inzwischen seien insgesamt 15.162 malawische Staatsangehörige "zur Abschiebung und Rückführung" registriert worden. Weitere durchliefen derzeit noch das Überprüfungsverfahren.

Nach Vorwürfen: Pantisano bedauert Ablehnen seiner Entschuldigung durch CDU

Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano bedauert, dass die CDU seine Entschuldigung für den Faschismus-Vorwurf nicht akzeptiert. "Ich finde es schade, dass die Union diese Entschuldigung nicht annimmt", sagte Pantisano am Freitag der ARD. Er betonte, dass er einen Fehler gemacht habe: "Das meine ich auch so wie ich es gesagt habe – ehrlich."

Textgröße ändern: