Deutsche Tageszeitung - Trump-Lager erleidet bei Vorwahl in Nebraska Niederlage

Trump-Lager erleidet bei Vorwahl in Nebraska Niederlage


Trump-Lager erleidet bei Vorwahl in Nebraska Niederlage
Trump-Lager erleidet bei Vorwahl in Nebraska Niederlage / Foto: © AFP

Wenige Monate vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen in den USA hat das Lager des früheren Präsidenten Donald Trump im US-Bundesstaat Nebraska eine Niederlage erlitten. Der von Trump unterstütze republikanische Multimillionär Charles Herbster unterlag in einer parteiinternen Vorwahl seinem Rivalen Jim Pillen, wie US-Medien am Dienstag nach der Auszählung von 95 Prozent der Stimmen berichteten. Der Bundesstaat West Virginia schickt dagegen den Trump-nahen Kandidaten Alex Mooney ins Rennen um einen Sitz im US-Kongress.

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Herbster ist der erste von Trump unterstützte Kandidat, der in einer der republikanischen Vorwahlen in diesem Jahr einem parteiinternen Rivalen unterlag. Im April war bekannt geworden, dass acht Frauen dem 67-Jährigen sexuelle Übergriffe vorwerfen. Herbster weist die Anschuldigungen zurück. In der Vorwahl lag der Multimillionär nun mit mehr als drei Prozentpunkten hinter seinem Kontrahenten Pillen.

In West Virginia folgten die republikanischen Wähler dagegen der Empfehlung Trumps und bestimmten den Abgeordneten Mooney zu ihrem Kandidaten für die sogenannten Midterm-Wahlen im November. "Ich liebe West Virgina. Gratulation an Alex Mooney für seinen großen Sieg", schrieb Trump auf seiner neuen Online-Plattform Truth Social.

In seiner Siegesrede dankte Mooney dem Ex-Präsidenten ausdrücklich für seine Unterstützung. "Wenn Donald Trump sich auf etwas konzentriert, dann sollten Sie besser aufpassen", sagte er laut dem Sender CNN.

Trumps Einfluss in der republikanischen Wählerbasis ist weiterhin hoch. Die Kongress-Zwischenwahlen im Herbst gelten als wichtiger Stimmungstest auch für den Ex-Präsidenten, der offen mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur im Jahr 2024 liebäugelt.

Bei den Kongress-Zwischenwahlen im November werden das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu gewählt. Die Demokraten müssen dabei um ihre hauchdünne Mehrheit in beiden Kammern fürchten.

(U.Kabuchyn--DTZ)