Deutsche Tageszeitung - Geiger springt mit Sieg ins Gelbe Trikot

Geiger springt mit Sieg ins Gelbe Trikot


Geiger springt mit Sieg ins Gelbe Trikot
Geiger springt mit Sieg ins Gelbe Trikot / Foto: © AFP

Skispringer Karl Geiger hat mit seinem ersten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup übernommen. Der Oberstdorfer gewann im italienischen Val di Fiemme vor Stefan Kraft (Österreich) und Tournee-Triumphator Dawid Kubacki (Polen) und belohnte sich fünf Tage nach seinem dritten Platz bei der Vierschanzentournee für seine bislang starke Saison. Weil der Japaner Ryoyu Kobayashi nur auf Rang 26 landete, schlüpfte Geiger erstmals in seiner Karriere in das Gelbe Trikot.

Textgröße ändern:

"Mehr geht nicht. Das ist etwas Besonderes, das freut mich unglaublich. Das Gelbe Trikot bekommt einen Spezialplatz", sagte Geiger in der ARD. Auch Bundestrainer Stefan Horngacher lobte: "Es war an der Zeit, dass Karl endlich gewinnt. Er ist bei der Tournee schon sehr gut gesprungen." Kurios: Wenige Stunden zuvor hatte Kombinierer Vinzenz Geiger, der mit Karl Geiger entfernt verwandt ist, an gleicher Stelle ebenfalls gewonnen.

Vizeweltmeister Geiger flog auf der selten genutzten Normalschanze im Fleimstal auf 104,5 und 103,5 m und gewann mit 294,6 Punkten klar vor Kraft (286,9) und Kubacki (279,9). Für den 26-Jährigen war es der dritte Sieg seiner Laufbahn nach Engelberg 2018 und Willingen 2019. Mit 719 Punkten überholte er in der Gesamtwertung den schwächelnden Kobayashi (649) und übernahm als erster DSV-Adler seit Richard Freitag im Februar 2018 Gelb.

Für eine Überraschung sorgte auch Constantin Schmid, der als Fünfter das beste Ergebnis seiner Karriere verbuchte. Der 20-Jährige aus Oberaudorf blieb im ersten Durchgang mit 107,0 m sogar nur einen halben Meter unter dem Schanzenrekord des Polen Adam Malysz aus dem Jahr 2003. Stephan Leyhe (Willingen) als Sechster und Pius Paschke (Kiefersfelden) als Achter rundeten das erstklassige deutsche Ergebnis ab.

Luca Roth (Meßstetten) belegte den 28. Rang, Martin Hamann (Aue) verpasste auf Position 48 als einziger DSV-Adler den zweiten Durchgang. Dreifach-Weltmeister Markus Eisenbichler war wegen einer Handverletzung nicht am Start.

(L.Svenson--DTZ)