Deutsche Tageszeitung - Unterschriftenaktion zur höheren Besteuerung von Reichen gestartet

Unterschriftenaktion zur höheren Besteuerung von Reichen gestartet


Unterschriftenaktion zur höheren Besteuerung von Reichen gestartet
Unterschriftenaktion zur höheren Besteuerung von Reichen gestartet / Foto: ©

Mehrere Organisationen haben gemeinsam eine Unterschriftensammlung für die höhere Besteuerung von Reichen gestartet. Unter dem Motto "Steuerprivilegien kippen" sollen sich Bürgerinnen und Bürger "für eine faire Besteuerung" stark machen, wie das Netzwerk Steuergerechtigkeit, die Bürgerbewegung Finanzwende und die Millionärs-Initiative #taxmenow am Freitag mitteilten.

Textgröße ändern:

In den vergangenen 30 Jahren seien im Steuerrecht "viele Ausnahmen für reiche Personen geschaffen" worden, beklagten die drei Organisationen. Allein die zehn wichtigsten Steuerprivilegien kosteten den Staat jedes Jahr mindestens 80 Milliarden Euro. "Diese Einnahmen fehlen allein vor dem Hintergrund der hohen Ausgaben im Rahmen der Pandemie."

Die Initiatoren fordern konkret Änderungen in zehn Bereichen. Unter anderem sollen demnach Ausnahmen von der Erbschaftsteuer für Reiche abgeschafft werden. Wertzuwächse bei Immobilien sollten nicht mehr steuerfrei vereinnahmt werden können. Auch fordern die Verbände eine Finanztransaktionssteuer, "damit Umsätze mit Wertpapieren wieder besteuert werden".

"Zu oft entscheiden Herkunft und Erbe über Lebenschancen und Einfluss", beklagte Christoph Trautvetter vom Netzwerk Steuergerechtigkeit. Die durch die vorgeschlagenen Reformen entstehenden Mehreinnahmen "könnten wir dazu nutzen, um für bezahlbaren Wohnraum oder besser Bildung zu sorgen oder auch die Steuern für alle zu senken".

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

DIHK fordert Zusammenarbeit der EU mit China und warnt vor Handelskonflikt

Vor einem Besuch des chinesischen Handelsministers in Brüssel hat die Deutsche Industrie- und Handelskammer von der EU einen Fokus auf Zusammenarbeit mit China gefordert. "Neue Handelskonflikte helfen niemandem", erklärte der DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier am Sonntag. "Stattdessen sollten die EU und China einen zielgerichteten Mechanismus schaffen, um Handels- und Investitionsherausforderungen zu adressieren."

Biber verunglückt im Gleisbett - Schulkinder wollen helfen

Im bayerischen Türkenfeld ist ein Biber im Gleisbett des Bahnhofs vor den Augen zahlreicher Kinder verunglückt. "Mehrere Schulkinder beobachteten, wie das Tier von einem Zug erfasst wurde", erklärte die Bundespolizei München am Sonntag. "Dabei wurde ein Teil des Biberschwanzes abgetrennt." Der Vorfall ereignete sich demnach am Freitagmorgen, als die Kinder auf dem Weg zur Schule waren.

Zehntausende Menschen feiern Versammlungsfreiheit bei Pride Parade in Budapest

Bunt, fröhlich und stolz: In Budapest haben zehntausende Menschen der Hitze getrotzt und an der diesjährigen Pride Parade teilgenommen - der ersten seit der Abwahl des rechtsnationalistischen Regierungschefs Viktor Orban. Viele der Teilnehmenden, darunter vor allem junge Menschen, schwenkten am Samstag kleine Fähnchen oder große Regenbogenbanner. Viele äußerten sich hoffnungsvoll, dass die LGBTQ-Rechte unter der neuen Regierung von Peter Magyar gestärkt werden könnten.

Bahn rät wegen Hitze von "allen nicht dringend notwendigen Reisen" ab

Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnverkehrsunternehmen haben ihre Fahrgäste wegen der Hitze aufgerufen, zu Hause zu bleiben. "Bitte vermeiden Sie heute und morgen alle nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr", erklärten die Bahn und der Bundesverband Schienennachverkehr (BSN) am Samstag. Gebuchte Tickets können kostenlos storniert werden.

Textgröße ändern: