Deutsche Tageszeitung - Bundesverband der Verbraucherzentralen verklagt US-Elektroautobauer Tesla

Bundesverband der Verbraucherzentralen verklagt US-Elektroautobauer Tesla


Bundesverband der Verbraucherzentralen verklagt US-Elektroautobauer Tesla
Bundesverband der Verbraucherzentralen verklagt US-Elektroautobauer Tesla / Foto: © AFP/Archiv

Der Bundesverband der deutschen Verbraucherzentralen hat den US-Elektroautobauer Tesla verklagt: Der Verband begründete die Klagen am Dienstag mit "irreführenden Aussagen" des Autokonzerns zur CO2-Ersparnis durch den Kauf seiner Autos und mit Datenschutzbedenken bei der Nutzung eines so genannten Wächtermodus zur Umgebungsüberwachung. Die Klagen seien beim Landgericht in Berlin eingereicht worden, teilte der Verband in der Hauptstadt mit.

Textgröße ändern:

Die Verbraucherschützer monieren Werbeaussagen des Unternehmens, die bei Käuferinnen und Käufern laut Verband den Eindruck erwecken könnten, dass der Erwerb eines Tesla den CO2-Ausstoß des Autoverkehrs insgesamt senke. In der Realität sei es aber so, dass der US-Konzern eingesparte Rechte zur CO2-Emission seiner eigenen Flotte an andere Autohersteller verkauft.

Zudem werfen die Verbraucherschützer Tesla vor, Nutzerinnen und Nutzer seiner Autos nicht darüber aufzuklären, dass eine datenschutzkonforme Verwendung der so genannten Wächterfunktion im öffentlichen Raum unmöglich sein dürfte. Dabei überwachen Kameras die Umgebung und speichern die Aufnahmen auch in bestimmten Fällen ab, was dem Schutz der Fahrzeuge dienen soll. Laut Verband ist dies der Datenschutzgrundverordnung zufolge nicht zulässig.

Demnach müssten Tesla-Besitzer etwa von zufälligen Passantinnen und Passanten im Blickfeld der Kameras jedes Mal eine Einwilligung zur Datenverarbeitung einholen. Eine anlasslose Aufzeichnung des Geschehens rund um die Autos sei darüber hinaus gar nicht erlaubt. Die Autofahrer riskierten daher Bußgelder.

Der Bundesverband kritisierte in diesem Zusammenhang zugleich "Lücken" im Zulassungsverfahren. Andernfalls sei nicht zu erklären, warum die Funktion trotz "massiver Datenschutzmängel" überhaupt zugelassen worden sei, teilte er weiter mit. Die Zusammenarbeit des dafür zuständigen Kraftfahrtbundesamts mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten müsse dringend gestärkt werden. Es müsse die Einführung einer verpflichtenden Datenfolgenabschätzung geprüft werden.

(U.Beriyev--DTZ)

Empfohlen

Leggett Dynamics bringt ein Mid-Class-Massagesystem auf den Markt und macht luxuriösen Komfort auch bei Serienfertigung erschwinglich

DETROIT, MI / ACCESS Newswire / 22. Juni 2026 / Leggett Dynamics hat heute sein Mid-Class-Massagesystem (MCM) vorgestellt, eine bahnbrechende, nicht-elektronische Innovation, die Premium-Massagen auch außerhalb des Luxusfahrzeugsegments zugänglicher macht. Das MCM, das derzeit bei einem globalen OEM in Produktion ist, wurde zudem für den „2026 Auto Tech Partnership Award" für branchenführende Innovation und Zusammenarbeit nominiert.

Vergleich der neuen Elektroautomobile: VW ID.7 und Hyundai Ioniq 6

Die Elektromobilität erlebt 2026 einen weiteren Qualitätssprung. Der Volkswagen ID.7 setzt als geräumige Fastback‑Limousine mit modernem Sprachassistenten neue Maßstäbe, während der Hyundai Ioniq 6 – dessen stromlinienförmiges „Aero‑Profil“ dem Fahrzeug seinen Spitznamen verschafft – mit herausragender Aerodynamik glänzt. Dieser Artikel stellt Ihnen hier die wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Modellen vor.Batterie und Reichweite Fahrzeug Batteriekapazität (netto) WLTP‑Reichweite* Ladeleistung und ‑zeit Volkswagen ID.7 Pro S 86 kWh Der ID.7 Pro S erreicht laut Volkswagen mit dem neuen 86‑kWh‑Akkupack Reichweiten um 700 km. Die Pro‑S‑Limousine schafft bis zu 709 km, der Tourer bis 690 km. Der größere Akku kann an Gleichstrom-Schnellladestationen mit bis zu 200 kW geladen werden, wodurch sich der Ladehub von 10 auf 80 % auf rund 26 Minuten verkürzt. Hyundai Ioniq 6 (2025/26) 77,4 kWh (Standard) oder 84 kWh (Long Range) Hyundai gibt für den Ioniq 6 mit 84‑kWh‑Batterie eine Reichweite bis 680 km an; die 63‑kWh‑Version erreicht etwa 521 km. Die 800‑V‑Architektur erlaubt Ultra‑Schnellladen: von 10 auf 80 % in 18 Minuten bei 350 kW Leistung. *Die WLTP‑Reichweiten sind unter optimalen Bedingungen angegeben; reale Reichweiten können je nach Fahrstil und Klima um 15–25 % niedriger liegen.

Klein, effizient und revolutionär: Das IPOP‑Elektroauto aus dem Elsass

Anfang Mai 2026 präsentierten die elsässische Firma IPOP Automobiles und das Musée national de l’automobile in Mülhausen ein neuartiges Elektroauto. Der Zweisitzer/Viersitzer trägt den Namen IPOP und bricht bewusst mit Konventionen: Sein Motor ist nicht wie üblich zentral verbaut, sondern sitzt direkt im Rad. Der Prototyp wird fast vollständig in Frankreich gefertigt; nur die Batteriezellen werden aus China bezogen.Optisch erinnert der IPOP an eine Mischung aus Beach‑Buggy und Golf‑Cart. Das modulare Fahrzeug kann als Zwei‑ oder Viersitzer konfiguriert werden, mit oder ohne Türen und auf Wunsch mit Zwei‑ oder Allradantrieb. Der Radmotor ist laut Erfinder Christophe Winkelmuller der Schlüssel zu mehr Effizienz. Er glaubt, dass die Radmotor‑Technik die Elektrifizierung der Autos revolutionieren wird, so wie vor zehn Jahren der Durchbruch bei den Batterien. Die radnahen Aggregate sollen das Auto kleiner, leichter und günstiger machen, gleichzeitig aber mehr Platz im Innenraum schaffen.

Riller & Schnauck: Präsentation des neuen BMW Serie 7 Elektro im Berliner Telegrafenamt

Am 19. Mai 2026 war der Ballsaal des Berliner Telegrafenamts voller Spannung. Autohaus Riller & Schnauck, einer der bekanntesten Premium‑Automobilhändler der Hauptstadt, hatte zur Premiere des neuen BMW Serie 7 Elektro geladen. Riller & Schnauck Geschäftsführer Oliver Hein und Christoph Geißler von der BMW AG enthüllten das neue Elektro‑Flaggschiff vor geladenen Gästen und Medienvertretern und unterstrichen damit BMWs Anspruch, die Spitze der elektrischen Luxuslimousinen zu besetzen. Der Veranstaltungsort war bewusst gewählt: Das im neubarocken Stil errichtete Telegrafenamt war von 1910 bis 1916 der größte kaiserliche Telegraphenbau Europas und beherbergte eine zentrale Rohrpostanlage, die mit 400 Kilometern Länge bis zu acht Millionen Sendungen pro Jahr beförderte. Mit seiner Kombination aus historischer Architektur und moderner Innengestaltung bot das Haus den idealen Rahmen für einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft."Für uns ist der neue BMW Serie 7 Elektro mehr als ein Auto"Im Beisein von Pressevertretern, BMW‑Kunden und geladenen Gästen wurde das Tuch vom neuen 7er‑Elektro gezogen und es begann das Staunen im Saal. In seiner Ansprache betonte Oliver Hein die Bedeutung des Fahrzeugs für den deutschen Markt und den Wandel von Riller & Schnauck zu einem E‑Mobilitäts‑Spezialisten. „Für uns ist der neue BMW Serie 7 Elektro mehr als ein Auto – er ist ein Statement für nachhaltigen Luxus und unterstreicht, dass Berlin ein Zentrum für elektrische Innovation bleibt“, sagte Hein.Das neue Modell wurde als Nachfolger der ersten elektrischen 7er‑Generation vorgestellt und trägt die interne Bezeichnung BMW i7 (Modelljahr 2026). Die Luxuslimousine verfügt über die jüngste BMW‑Fünfte‑Generation‑Elektronikplattform und ist damit technisch auf Augenhöhe mit den neuesten Limousinen aus München. BMW verspricht eine deutliche Steigerung bei Reichweite, Effizienz und digitaler Vernetzung.Technische Highlights des BMW Serie 7 Elektro (Modelljahr 2026) Der 2026er i7 wird in zwei Hauptvarianten angeboten – i7 eDrive50 und i7 xDrive60. BMW USA nennt für diese Modelle folgende Eckdaten: Variante Leistung und Antrieb Beschleunigung (0–100 km/h) Reichweite (EPA‑Angaben; in Meilen) Reichweite (Umrechnung in km) Bemerkungen i7 e Drive50 449 PS (Hersteller-angabe) mit Hinterrad-antrieb 0–60 mph in 5,3 s 301–314 mi ca. 484–505 km Effiziente Einzel‑E‑Motor‑ Konfiguration; laut BMW für ausgedehnte Langstrecken optimiert. i7 x Drive60 536 PS mit zwei Elektromotoren und Allradantrieb 0–60 mph in 4,5 s 296–311 mi ca. 476–500 km Mehr Leistung und Drehmoment; adaptiver Allradantrieb. Die Reichweitenangaben sind vorläufige EPA‑Schätzungen; tatsächliche Werte variieren in Abhängigkeit von Ausstattung, Fahrstil und Witterung.Design und AerodynamikDie neue 7er‑Generation kombiniert eine imposante Präsenz mit modernster Aerodynamik. Der große Illuminated Kidney Grille mit beleuchteter Doppelniere und schmalen Crystal Headlights betont den Luxusanspruch. Eine schlanke Chromleiste über die gesamte Heckpartie und L‑förmige LED‑Rückleuchten verleihen dem Wagen Breite und Eleganz. Durch fließende Linien entsteht eine ausgewogene Proportion bei einer Länge von rund 5,39 Metern; die stark abfallende Dachlinie erinnert an ein Coupé, bleibt aber eine klassische Limousine.

Textgröße ändern: