Deutsche Tageszeitung - SPD-Chefin Esken kritisiert Bildungssystem

SPD-Chefin Esken kritisiert Bildungssystem


SPD-Chefin Esken kritisiert Bildungssystem
SPD-Chefin Esken kritisiert Bildungssystem / Foto: © AFP/Archiv

SPD-Chefin Saskia Esken hat harte Kritik am deutschen Bildungssystem geübt. "Der deutsche Schulbetrieb ist immer noch zu sehr auf Bulimie-Lernen angelegt", sagte sie der "Stuttgarter Zeitung" vom Donnerstag. Es habe sich zwar einiges getan in den vergangenen Jahren. Aber unterm Strich gehe es immer noch zu sehr um die Vermittlung von bestimmten Inhalten – und zu wenig um den Erwerb von Kompetenzen, ergänzte sie.

Textgröße ändern:

"Schüler lernen hier einen Umgang mit Wissen, den sie nachher im Leben nicht mehr brauchen." Mit Blick auf Expertenvorschläge gegen den Lehrkräftemangel wie denjenigen, Teilzeit für Lehrerinnen und Lehrer zu begrenzen, mahnte Esken zur Zurückhaltung. "Ich warne davor, mit brachialen Methoden dafür zu sorgen, dass die vorhandenen Lehrkräfte noch ein paar Stunden mehr unterrichten", sagte die SPD-Vorsitzende.

"Wir wollen guten Unterricht – und dafür brauchen wir motivierte und leistungsfähige Lehrkräfte." Deshalb müsse es darum gehen, dass die Lehrkräfte bei der Unterrichtsvor- und -nachbereitung mehr zusammenarbeiteten, um Synergien zu nutzen. Die Lehrerinnen und Lehrer müssten zudem von Verwaltungstätigkeiten entlasten werden.

"Ist es zum Beispiel sinnvoll, dass irgendein technikaffiner Lehrer in der Schule den digitalen Hausmeister spielt? Nein", ergänzte die SPD-Chefin. Dafür müssten andere Menschen eingestellt werden.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Ostathi, betrieben von UniHouse, leistet Pionierarbeit bei der ersten digitalen Infrastruktur im Nahen Osten, die strukturierte Kompetenzentwicklung mit verifiziertem Einkommen verknüpft

Das von der Weltbank und dem jordanischen Ministerium für digitale Wirtschaft finanziertes Programm schafft die erste überprüfbare Verbindung in der Region zwischen strukturierter Kapazität sentwicklung und verifiziertem Einkommen

Ausgaben für Bildung und Forschung 2024 um fünf Prozent gestiegen

Die öffentlichen Haushalte und der private Bereich haben 2024 fünf Prozent mehr Geld für Bildung, Forschung und Wissenschaft in Deutschland ausgegeben. Insgesamt wurden 426 Milliarden Euro in dem Bereich investiert, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Damit stieg der Anteil am Bruttoinlandsprodukt auf 9,8 Prozent.

W. Hundhausen Bauunternehmung GmbH erhält Arbeitgebersiegel "Top Arbeitgeber"

Arbeitgebersiegel mit der Bewertung "sehr gut" vergeben

Unesco: Mädchen schneiden in Mathematik gegenüber Jungen wieder schlechter ab

Nachdem Mädchen jahrelang bei den Leistungen in Mathematik gegenüber Jungen aufgeholt hatten, sind sie laut einer Untersuchung der Unesco in jüngster Zeit wieder zurückgefallen. Die UN-Bildungsorganisation veröffentlichte am Donnerstag eine Studie, derzufolge die Zahl der Länder, in denen Jungen bei den Mathe-Kenntnissen vorn liegen, den höchsten Stand seit fast dreißig Jahren erreicht hat.

Textgröße ändern: