Deutsche Tageszeitung - Oberverwaltungsgericht bestätigt Dienstenthebung von Virologe an Universität Halle

Oberverwaltungsgericht bestätigt Dienstenthebung von Virologe an Universität Halle


Oberverwaltungsgericht bestätigt Dienstenthebung von Virologe an Universität Halle
Oberverwaltungsgericht bestätigt Dienstenthebung von Virologe an Universität Halle / Foto: © AFP/Archiv

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes Sachsen-Anhalt hat die Dienstenthebung eines Hochschullehrers der Universität Halle wegen unzureichender Erfüllung seiner Lehrpflichten während der Pandemie bestätigt. Das OVG wies in einem am Dienstag in Magdeburg verkündete Beschluss seine Beschwerde zurück. Es handelt sich um den Mediziner und Virologen Alexander Kekulé, der während der Coronapandemie durch einen vom Mitteldeutschen Rundfunk produzierten Podcast bekannt wurde. (10 M 16/23)

Textgröße ändern:

Kekulé, Professor an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, war im Dezember 2021 durch die Universität vorläufig des Diensts enthoben worden. Daneben wurden ihm im April 2022 die Dienstbezüge um 20 Prozent gekürzt. Ihm wird vorgeworfen wird, 2020 und 2021 seine Lehrverpflichtung in drei Semestern nicht oder unzureichend erfüllt sowie ihm obliegende Aufgaben in der Krankenversorgung nicht wahrgenommen zu haben.

Die hiergegen gerichteten Anträge des Hochschullehrers wies das Verwaltungsgericht Ende August vergangenen Jahres zurück. Die Beschwerde dagegen blieb beim OVG ohne Erfolg. Der Disziplinarsenat teilte die Auffassung des Verwaltungsgerichts, dass bereits die schwerwiegende Verletzung der Lehrverpflichtung über einen Zeitraum von drei Semestern die Prognose der Entfernung des Antragstellers aus dem Beamtenverhältnis wahrscheinlich mache und damit die vorläufige Dienstenthebung rechtfertige. Auch die teilweise Einbehaltung der Dienstbezüge bestätigte das OVG.

Das Disziplinarverfahren gegen Kekulé ist noch nicht abgeschlossen.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Brigitte Macron nimmt an Kinderschutz-Podium von Melania Trump teil

Brigitte Macron, Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, will sich auf einer von US-First-Lady Melania Trump organisierten Veranstaltung zum Schutz von Kindern im digitalen Zeitalter äußern. Die Teilnahme von Brigitte Macron stehe im Zusammenhang mit dem französischen G7-Vorsitz, teilte das französische Präsidialamt am Dienstag mit. Die 72-Jährige ist eine ehemalige Lehrerin, die sich seit Langem im Kampf gegen Cybermobbing engagiert.

Neuer Höchststand bei Studienabschlüssen ohne Abitur

In Deutschland erlangen immer mehr Menschen ohne Abitur einen Hochschulabschluss. Im Jahr 2024 schlossen 10.270 Menschen ohne Abitur ihr Bachelor- oder Masterstudium ab, wie das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Dienstag in Gütersloh mitteilte. Damit sei ein neuer Höchststand erreicht worden, hieß es. Seit der bundesweiten Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte schlossen 104.941 Menschen ohne Abitur ein Studium ab.

Gericht weist Klage von jüdischem Studenten gegen Freie Universität Berlin ab

Das Verwaltungsgericht Berlin hat die Klage eines jüdischen Studenten gegen die Freie Universität (FU) Berlin wegen angeblich mangelnden Schutzes vor Diskriminierung zurückgewiesen. Die Klage sei als unzulässig abgewiesen worden, teilte eine Gerichtssprecherin am Montag in der Bundeshauptstadt mit. Zwar verpflichte das Berliner Hochschulgesetz die FU dazu, Diskriminierung vorzubeugen und zu beseitigen. Daraus folgten aber keine individuellen einklagbaren Rechte.

Studienkreis: Schlauer lernen mit KI - die besten Tipps & Tools

Nachhilfeinstitut verschenkt Ratgeber für Schülerinnen, Schüler und Eltern

Textgröße ändern: