Deutsche Tageszeitung - Wissenschaftler warnen vor Platzmangel in Schulen vor allem in Westdeutschland

Wissenschaftler warnen vor Platzmangel in Schulen vor allem in Westdeutschland


Wissenschaftler warnen vor Platzmangel in Schulen vor allem in Westdeutschland
Wissenschaftler warnen vor Platzmangel in Schulen vor allem in Westdeutschland / Foto: © AFP/Archiv

Wissenschaftler haben vor einem Mangel an Schulplätzen gewarnt. Davon dürften vor allem die Bundesländer im Westen betroffen sein: Zu diesem Ergebnis kommt eine bislang unveröffentlichte Prognose des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, aus der am Freitag der "Spiegel" zitierte. Grund ist demnach die unterschiedliche demografische Entwicklung zwischen Ost und West.

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Aktuell seien insbesondere Plätze in Kindertageseinrichtungen - vor allem für Kleinkinder - in Westdeutschland knapp. Dieses Problem könne künftig auf die Schulen übergehen: "Wir steuern auf eine Schulkrise zu", betonte IW-Forscher Wido Geis-Thöne. Schulen im Westen müssten sich auf "deutlich steigende Jahrgangsstärken" vorbereiten.

Bei den Sechs- bis Neunjährigen werde eine Höchstzahl im Jahr 2027 erreicht. Bis dahin ist es den Angaben zufolge kaum möglich, die nötigen räumlichen und personellen Ressourcen zu schaffen.

In Ostdeutschland hingegen sind die Kinderzahlen bereits so stark rückläufig, dass dort künftig weniger Kita- und Grundschulplätze benötigt werden. Nur in weiterführenden Schulen ist dort laut IW noch mit steigenden Zahlen zu rechnen.

Für Grundschüler gilt in Deutschland stufenweise ab 2026/2027 und vollständig ab 2029/2030 ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Die Bundesregierung verlängerte daher in dieser Woche das Investitionspaket für den Ganztags-Ausbau an Grundschulen um zwei Jahre. Damit können Maßnahmen bis Ende 2029 abgeschlossen werden.

(P.Hansen--DTZ)

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