Deutsche Tageszeitung - Finanztip fordert mehr Finanzbildung in Schulen - Petition zu Teilnahme an Pisa-Studie gestartet

Finanztip fordert mehr Finanzbildung in Schulen - Petition zu Teilnahme an Pisa-Studie gestartet


Finanztip fordert mehr Finanzbildung in Schulen - Petition zu Teilnahme an Pisa-Studie gestartet
Finanztip fordert mehr Finanzbildung in Schulen - Petition zu Teilnahme an Pisa-Studie gestartet / Foto: © AFP/Archiv

Miete und Versicherungen, Altersvorsorge und Geldanlage: Jeder dritte Mann und nur etwa jede fünfte Frau bewertet das eigene Finanzwissen als gut oder sehr gut. In einer Umfrage für das Verbraucherportal Finanztip sagten im Schnitt nur 30 Prozent der Deutschen, sie hielten ihr Wissen in zentralen Finanzbereichen für hoch oder sehr hoch. Finanztip fordert daher mehr Finanzbildung in Schulen und eine Teilnahme an der Finanz-Pisa-Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

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Dafür startete das Portal unter "weact.campact.de/p/finanz-pisa" eine Petition - bis Freitagmorgen unterschrieben mehr als 53.700 Menschen den Aufruf. "Die Menschen wollen mehr Finanzbildung - und endlich verlässliche Daten dazu, wie gut Jugendliche in Deutschland auf den Umgang mit Geld vorbereitet sind", erklärte Finanztip.

"Finanzbildung darf kein Privileg sein. Wer versteht, wie Geld funktioniert, kann selbstbestimmt leben – und genau das wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger auch für die nächste Generation", sagte Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen. Der Geschäftsführer der Finanztip Stiftung, Fabian Dany, ergänzte: "Finanzwissen darf keine Frage des Geschlechts sein, das muss sich ändern. Wenn Finanzbildung früh in Schulen vermittelt wird, holen Mädchen und Jungen gleichermaßen auf – und das nützt der ganzen Gesellschaft."

Die Petition ruft die Kultusministerkonferenz sowie die Bildungsministerinnen und -minister der Bundesländer dazu auf, Deutschland verbindlich für die Teilnahme am optionalen Finanzbildungsmodul der Pisa-Studie anzumelden. Es wird im Jahr 2029 erneut erhoben. Die Mitgliedstaaten der OECD müssen ihr Interesse an einer Teilnahme in den kommenden Monaten melden.

Die laut Finanztip repräsentative Befragung zeigt, wie die Befragten ihr Wissen in zehn Finanzbereichen wie Bank, Börse oder Bauen einschätzen. An der Umfrage nahmen im Oktober 1023 Menschen ab 18 Jahren teil. Dieselbe Zielgruppe wurde demnach im September 2023 befragt.

Laut den aktuellen Ergebnissen kennen sich die Befragten am besten mit alltäglichen Finanzthemen aus: 47 Prozent fühlen sich beim Thema Konto gut oder sehr gut informiert, 43 Prozent auch bei Verträgen und 36 Prozent beim Thema Mieten. Nur jeder Vierte dagegen bewertet sein Wissen zu Krediten als gut oder sehr gut (26 Prozent). Bei der Börse sind es nur 21 Prozent. "Gerade Kenntnisse über Aktien und ETFs wären wichtig, um die private Altersvorsorge anzugehen", sagte Tenhagen. "Doch trotz Armutsgefahr im Alter herrscht noch immer große Unsicherheit."

(O.Zhukova--DTZ)

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