Deutsche Tageszeitung - Regierung bei Platzausbau für Rechtsanspruch auf Ganztagsschule optimistisch

Regierung bei Platzausbau für Rechtsanspruch auf Ganztagsschule optimistisch


Regierung bei Platzausbau für Rechtsanspruch auf Ganztagsschule optimistisch
Regierung bei Platzausbau für Rechtsanspruch auf Ganztagsschule optimistisch / Foto: © AFP/Archiv

Kommendes Jahr startet der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule - und die Bundesregierung ist überzeugt, dass es bis zur vollständigen Umsetzung auch die nötigen Plätze dafür gibt. "Der Platzausbau schreitet dynamisch voran, und der prognostizierte zusätzliche Ausbaubedarf hat sich grundsätzlich verringert", heißt es im Bericht der Regierung zum Stand des Ausbaus der Ganztagsbetreuung. Der Bericht zeichne ein "zuversichtliches Bild" zur Umsetzung des Rechtsanspruchs bis zum Schuljahr 2029/2030.

Textgröße ändern:

In Ostdeutschland sowie in Hamburg werde der Bedarf bereits jetzt "nahezu vollständig gedeckt", heißt es in dem am Mittwoch vom Kabinett beschlossenen Bericht. In den westdeutschen Ländern könne der Bedarf "perspektivisch gedeckt werden, wenn die jetzige Ausbaugeschwindigkeit beibehalten wird". Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter soll zum 1. August 2026 jahrgangsweise in Kraft treten, also mit Beginn des Schuljahres 2026/2027. Ab dem Schuljahr 2029/2030 soll er vollständig gelten.

Unterdessen stieg die Zahl der Kinder, die Ganztagsangebote in Anspruch nehmen, an: Im Schuljahr 2023/2024 besuchten rund 1,9 Millionen aller sechseinhalb- bis zehneinhalbjährigen Kinder in der Bevölkerung eine Ganztagsschule oder eine Tageseinrichtung. Das waren 57 Prozent und ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Allerdings war die Inanspruchnahme im Osten mit 84 Prozent deutlich höher als im Westen mit 51 Prozent.

Der Bedarf stieg ebenfalls leicht um einen Punkt an: So wünschten sich 2024 bundesweit 65 Prozent der Eltern eines Kindes im Grundschulalter ein Ganztagsangebot in einer Schule oder Tageseinrichtung oder in einer anderen ganztägigen Angebotsform. Auch der Betreuungsbedarf über Mittag, also bis mindestens 14.00 Uhr, stieg um einen Prozentpunkt an.

Der zusätzliche Platzbedarf für das kommende Schuljahr liegt bei 166.000 Plätzen, das ist weniger als in den vorangegangenen Berichten prognostiziert. Grund dafür sind Erfolge beim Ausbau - und die nach unten korrigierte Entwicklung der Bevölkerung. Für das Schuljahr 2029/2030 liegt der Zusatzbedarf laut Bericht im Schnitt bei 264.000 Plätzen.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

US-Gericht befasst sich mit Visabeschränkung für Journalisten und Studierende

Ein US-Gericht befasst sich am Freitag mit den geplanten Visabeschränkungen für ausländische Journalisten und Studierende. Letztere sollen nur noch vier Jahre in den USA bleiben dürfen, ausländische Journalisten sogar vorerst nur acht Monate. Bundesrichter Dennis Saylor vom Bezirksgericht in Boston im Bundesstaat Massachusetts hatte das Inkrafttreten der Regeln bis zu der Anhörung vorläufig ausgesetzt.

Umfrage: Smartphones im Schulalltag stellen Lehrkräfte vor Herausforderungen

Im Umgang mit Smartphones sehen viele Lehrerinnen und Lehrer an deutschen Schulen eine Herausforderung. Nur jede dritte Lehrkraft erhält nach eigenen Angaben ausreichend Unterstützung von der Schule beim Regulieren der Handynutzung, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichen Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervorgeht. 74 Prozent der befragten Lehrkräfte sehen demnach Smartphones als Ablenkung im Unterricht.

Italien beschließt Burka-Verbot und Sprachquote an Schulen

Italiens Regierung hat ein Verbot von Burkas und Nikabs an Schulen sowie neue Obergrenzen für ausländische Schüler mit unzureichenden Italienischkenntnissen beschlossen. Ausländer mit mangelnden Sprachkenntnissen sollen künftig höchstens 30 Prozent einer Klasse ausmachen, wie die rechtsgerichtete Regierungschefin Giorgia Meloni am Donnerstag mitteilte. Meloni hatte die Neuregelung Ende vergangener Woche angekündigt.

Zweitkarriere: Daniel Gerlach begleitet den Berufswechsel, ohne dass vorher jemand kündigen muss

Angebot für Berufstätige mit langer Erfahrung setzt auf den Test im Kleinen statt auf den Sprung ins Ungewisse

Textgröße ändern: