Deutsche Tageszeitung - Zahl der Privatschulen in Deutschland in vergangenen Jahren auf rund 3800 gestiegen

Zahl der Privatschulen in Deutschland in vergangenen Jahren auf rund 3800 gestiegen


Zahl der Privatschulen in Deutschland in vergangenen Jahren auf rund 3800 gestiegen
Zahl der Privatschulen in Deutschland in vergangenen Jahren auf rund 3800 gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Etwa jede achte Schule in Deutschland war im vergangenen Schuljahr eine Privatschule. Wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte, summierte sich ihre Zahl im Schuljahr 2024/25 auf rund 3800, was einem Anteil von zwölf Prozent an allen allgemeinbildenden Schulen entsprach. Im Vergleich dazu gab es gut 29.000 öffentliche Schulen. Bei insgesamt rund 8,9 Millionen Schülern lag die Zahl der Privatschüler bei knapp 808.000.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des Bundesamts stieg die Zahl der Privatschulen innerhalb von zehn Jahren um sieben Prozent. Im Schuljahr 2014/15 hatte es in Deutschland knapp 3600 Schulen in privater Trägerschaft gegeben. Die Zahl öffentlicher allgemeinbildender Schulen sank im selben Zeitraum um knapp vier Prozent, 2014/15 hatte ihre Zahl bei etwa 30.000 gelegen.

Der Anteil der Privatschüler an allen Schülern blieb über die Jahre mit neun Prozent oder knapp einem Zehntel allerdings relativ konstant, wie die Statistiker weiter mitteilten. Dies lag daran, dass Privatschulen im Vergleich zu öffentlichen Schulen durchschnittlich kleiner sind. Die Schließung öffentlicher Schulen wird demnach außerdem oftmals dadurch ausgeglichen, dass die verbleibenden Einrichtungen vergrößert werden.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Aggressiv und lernunwillig: Verhalten der Schüler größte Belastung für Lehrer

Aggressivität, fehlender Lernwille und Mobbing: Das Verhalten von Schülerinnen und Schülern ist laut einer Umfrage für fast jede zweite Lehrkraft die größte Belastung. 46 Prozent sehen das Schülerverhalten derzeit als größte Herausforderung im Berufsalltag, wie aus dem am Dienstag in Stuttgart veröffentlichten Deutschen Schulbarometer der Robert Bosch Stiftung hervorgeht.

Studie: Nur noch knapp 32 Prozent der Studiengänge zugangsbeschränkt

Studienanfänger in Deutschland haben immer bessere Chancen auf ihren Wunschstudienplatz. Nur noch 31,6 Prozent aller Studienangebote haben im kommenden Wintersemester eine Zugangsbeschränkung, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh hervorging. Das entspricht einem Rückgang um 0,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Im Bachelorbereich liegt die Quote sogar bei nur 28,7 Prozent.

Britischer Prinz George wechselt im September auf Eliteschule Eton

Prinz George, der älteste Sohn des britischen Thronfolgers Prinz William, wird ab September die Eliteschule Eton besuchen. Der Kensington-Palast gab den Schulwechsel am Dienstag bekannt. Der zwölfjährige George folgt damit seinem Vater William und seinem Onkel Harry, die ebenfalls in Eton zur Schule gingen. Unklar ist bisher, ob George auch im Internat der Schule wohnen wird. Eton ist nur wenige Kilometer vom Wohnsitz seiner Eltern auf dem Gelände von Schloss Windsor entfernt.

Deutsches Studierendenwerk drängt auf rasche Einigung bei Bafög-Reform

Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) pocht auf die von der Koalition versprochene Bafög-Erhöhung. "Der Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung beim Bafög ist ein verheerendes Signal an die Studierenden und die junge Generation insgesamt", sagte DSW-Vorstandschef Matthias Anbuhl der "Rheinischen Post" vom Dienstag. "Der Fachkräftemangel wird sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn die Boomer-Generation geht nun Schritt für Schritt in Rente", betonte Anbuhl.

Textgröße ändern: