Deutsche Tageszeitung - Generative KI in der Weiterbildung: Masterarbeit zeigt neue Rolle von Lehrenden auf

Generative KI in der Weiterbildung: Masterarbeit zeigt neue Rolle von Lehrenden auf


Generative KI in der Weiterbildung: Masterarbeit zeigt neue Rolle von Lehrenden auf
Generative KI in der Weiterbildung: Masterarbeit zeigt neue Rolle von Lehrenden auf / Foto: © (Die Bildrechte liegen bei dem Verfasser der Mitteilung.)

Warum der erfolgreiche Einsatz von KI nicht bei guten Prompts beginnt, sondern bei pädagogischem Urteilsvermögen und Haltung

Textgröße ändern:

Mit seiner Masterarbeit „Zwischen Prompt, didaktischem Urteil und Verantwortung. Eine qualitative Studie zum Rollenwandel durch generative KI“ untersucht Benjamin Timmer, wie generative KI die Weiterbildung verändert und welche Folgen dies für Lehr- und Lernprozesse hat. Im Fokus stehen dabei nicht nur die technischen Möglichkeiten von KI-Systemen, sondern vor allem die Frage, wie Lehrende deren Einsatz fachlich, didaktisch und ethisch verantworten können. Die Arbeit wurde im August 2026 bei GRIN Publishing veröffentlicht.

Von der Unterrichtsplanung bis zur Lernbegleitung

Generative KI kann Lehrende bei der Unterrichtsplanung, der Erstellung von Lernmaterialien, der Differenzierung von Aufgaben, aber auch bei der individuellen Lernbegleitung unterstützen. Die Untersuchung zeigt jedoch, dass der Erfolg solcher Anwendungen nicht allein von der Technologie abhängt. Entscheidend ist die Fähigkeit, KI-generierte Inhalte kritisch zu prüfen, didaktisch einzuordnen und an die jeweilige Lernsituation anzupassen. Damit verändert sich die Rolle von Lehrenden zunehmend hin zu Kurator:innen, Moderator:innen und Qualitätssichernden von Lernprozessen.

Warum KI-Kompetenz heute mehr bedeutet als Prompting

Ein zentrales Ergebnis der Arbeit ist das Modell GenAI-TPACK+XK. Es macht deutlich, dass Lehrende im Umgang mit generativer KI mehr brauchen als Anwendungswissen. Neben pädagogischem, fachlichem und technischem Können rückt eine weitere Dimension in den Mittelpunkt: das sogenannte Contextual Knowledge (XK).

Gemeint ist damit die Fähigkeit, KI nicht isoliert als Werkzeug zu betrachten, sondern ihre Folgen für Lernende, Bildungseinrichtungen und Gesellschaft mitzudenken. Dazu gehören Fragen nach Ethik, Fairness, Transparenz, Inklusion und Verantwortlichkeit. Lehrende sollen also einschätzen können, ob KI-Ergebnisse nachvollziehbar, diskriminierungsarm, datenschutzkonform und didaktisch sinnvoll sind. Ergänzend stellt die Arbeit einen kompakten PDCA-Prüfpfad vor, der hilft, KI-Anwendungen systematisch zu planen, zu bewerten und weiterzuentwickeln.

Orientierung für Bildungseinrichtungen

Die Veröffentlichung richtet sich an Lehrende, Bildungsträger und Verantwortliche in Bildungsinstitutionen, die generative KI reflektiert in der Weiterbildung einsetzen möchten. Sie verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit konkreten Handlungsempfehlungen und zeigt, wie KI-gestützte Lernprozesse qualitätsorientiert gestaltet werden können.

Informationen zur Veröffentlichung:
Titel: Zwischen Prompt, didaktischem Urteil und Verantwortung. Eine qualitative Studie zum Rollenwandel durch generative KI
Autor: Benjamin Timmer
Textkategorie: Masterarbeit
Hochschule: FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Hochschulzentrum Frankfurt a. M.
Erscheinungsdatum: 05.08.2026
Direktlink zur Veröffentlichung: https://www.grin.com/document/1746519
Verlag: GRIN Publishing GmbH
Preis E-Book: 29,99 € (ISBN 978-3-38920-021-6)
Preis Taschenbuch: 39,95 € (ISBN 978-3-38920-022-3)

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter [email protected] zu beziehen.

Firmenbeschreibung
GRIN ist ein deutscher Selfpublishing Verlag mit Sitz in München, der seit 1998 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht und Autor:innen bei der Verbreitung ihrer Manuskripte unterstützt. Das Verlagsprogramm umfasst akademische Arbeiten, Fachbücher und Forschungspublikationen aus zahlreichen Disziplinen, wodurch GRIN mit mehr als 260.000 veröffentlichten Titeln zu den führenden Anbietern für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Publikationen im deutschsprachigen Raum zählt.
Mit dem Ausbau seines Selfpublishing-Angebots begleitet GRIN seit 2025 zudem Autor:innen bei der professionellen Veröffentlichung von Sachbüchern, Ratgebern, Belletristik, Biografien und weiteren Buchprojekten.

Kontakt
GRIN Publishing GmbH
Adriana Kiesel
Waltherstraße 23
80337 München
+49-(0)89-550559-0
+49-(0)89-550559-10
https://www.grin.com

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Schwere Vorwürfe: Waldorfschule in Dachsberg in Baden-Württemberg bleibt vorläufig zu

Nach Vorwürfen wegen mutmaßlich schlechter Aufsicht, fehlender Fächer und falscher Zeugnisse bleibt die Waldorfschule im baden-württembergischen Dachsberg zunächst geschlossen. Diese Entscheidung des Regierungspräsidiums Freiburg wurde nach Angaben vom Donnerstag im Eilverfahren vom dortigen Verwaltungsgericht bestätigt. Die Behörde hatte die Genehmigung für den Betrieb der Privatschule zu Ende Juli widerrufen, sie bekommt seit August auch keine staatlichen Zuschüsse mehr.

Wiederholte Fehlalarme und Gewaltvorwürfe beschäftigen Schulzentrum in Ludwigshafen

Am Schulzentrum in Ludwigshafen-Mundenheim häufen sich Feuerwehreinsätze und Polizeiverfahren. 2026 wurden bislang 16 Einsätze registriert, davon 13 wegen Fehlalarmen der Brandmeldeanlage.

Berlin plant einheitliche Regeln für Gewalt, Krisen und Schulschwänzen

Die Berliner Bildungsverwaltung will mit einem 13-Punkte-Plan verbindlichere Regeln für Gewalt, Konflikte und wiederholtes Fernbleiben vom Unterricht schaffen. Schulen sollen bei vergleichbaren Vorfällen künftig nach einheitlichen Verfahren handeln.

Sport und Kunst beliebteste Schulfächer - Chemie und Physik laut Umfrage hinten

Sport, Kunst und Englisch sind laut einer Befragung unter Schülerinnen und Schülern die beliebtesten Schulfächer in Deutschland. Chemie und Physik schneiden bei ihnen dagegen am schlechtesten ab, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Universität Osnabrück zeigt. Auch als Fächergruppe schneiden naturwissenschaftliche Fächer demnach insgesamt schlechter ab als Sprachen, Gesellschaftswissenschaften, Sport sowie Künste.

Textgröße ändern: