Deutsche Tageszeitung - Umfrage: Smartphones im Schulalltag stellen Lehrkräfte vor Herausforderungen

Umfrage: Smartphones im Schulalltag stellen Lehrkräfte vor Herausforderungen


Umfrage: Smartphones im Schulalltag stellen Lehrkräfte vor Herausforderungen
Umfrage: Smartphones im Schulalltag stellen Lehrkräfte vor Herausforderungen / Foto: © AFP/Archiv

Im Umgang mit Smartphones sehen viele Lehrerinnen und Lehrer an deutschen Schulen eine Herausforderung. Nur jede dritte Lehrkraft erhält nach eigenen Angaben ausreichend Unterstützung von der Schule beim Regulieren der Handynutzung, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichen Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervorgeht. 74 Prozent der befragten Lehrkräfte sehen demnach Smartphones als Ablenkung im Unterricht.

Textgröße ändern:

Den Schülerinnen und Schülern falle es durch die Geräte schwerer, sich auf den Unterricht zu konzentrieren, lautet die Meinung vieler Lehrkräfte. Doch sehen 29 Prozent das Smartphone auch als mögliches Lernmittel. 50 Prozent setzen die Geräte im Unterricht ein. In einigen Fällen seien digitale Bildungsangebote im Unterricht nur mit Smartphones möglich, sagen 28 Prozent der Befragten.

Einem Fünftel der Befragten fiel es schwer, beim Verwenden der Geräte selbst ein gutes Vorbild zu sein. Zudem werfen Smartphones auch weitere Probleme auf. Das Einsammeln der Telefone etwa halten 54 Prozent der Befragten aufgrund des Schutzes der Privatsphäre für problematisch.

"Smartphones sind Teil der Lebenswelt junger Menschen und gehören an den meisten Schulen zur Realität", erklärte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst. Die Lehrkräfte bräuchten Unterstützung, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones und Medienkompetenz zu vermitteln. Dafür benötigten Schulen auch klare, altersgerechte und durchsetzbare Leitlinien und Schulordnungen.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Schülerprotest in Frankreich: Gewerkschaft meldet landesweit 260.000 Teilnehmer

An einem weiteren großen Protesttag der französischen Schüler haben sich nach Gewerkschaftsangaben bereits landesweit 260.000 Menschen an Demonstrationen beteiligt. Das Innenministerium meldete zunächst 86.000 Teilnehmer. Die Zahlen beider Institutionen liegen üblicherweise sehr weit auseinander. In Paris rechneten die Sicherheitskräfte mit bis zu 40.000 Teilnehmern an einer Demonstration, zu der auch mehrere Gewerkschaften und Oppositionsparteien aufgerufen hatten.

Mehr als zwei Drittel der Studienanfänger bleiben im eigenen Bundesland

Mehr als zwei Drittel der Studienanfänger bleiben im eigenen Bundesland. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, nahmen im Wintersemester 2025/26 insgesamt 69 Prozent ihr Studium in dem Bundesland auf, in dem sie auch die Hochschulreife erworben haben. Je vielfältiger das Studienangebot, desto mehr junge Menschen bleiben demnach zum Studium nahe der Heimat.

Mathe ist überall – man muss nur hinsehen

Studienkreis zeigt mit kostenlosen Mathevideos wie Mathematik im Alltag Spaß machen kann

Schülerproteste in Frankreich: Jugendlichem wird von Polizei-Granate die Hand abgerissen

Bei den Schülerprotesten in Frankreich ist ein Jugendlicher nach Behördenangaben schwer verletzt worden. Dem 15-jährigen Schüler sei am Montag bei einer Demonstration in Lens von einer Polizei-Granate die Hand abgerissen worden, hieß es aus Kreisen der Polizeigewerkschaft. Er habe die mit Gummigeschossen gefüllte Granate offenbar aufgehoben und zurückwerfen wollen, als diese in seiner Hand explodiert sei. Solche Geschosse werden bei Demonstrationen eingesetzt, um Menschenansammlungen aufzulösen.

Textgröße ändern: