Deutsche Tageszeitung - Patientenschützer fordern mehr Tempo bei zusätzlichen Schnelltests in Altenpflege

Patientenschützer fordern mehr Tempo bei zusätzlichen Schnelltests in Altenpflege


Patientenschützer fordern mehr Tempo bei zusätzlichen Schnelltests in Altenpflege
Patientenschützer fordern mehr Tempo bei zusätzlichen Schnelltests in Altenpflege / Foto: ©

Die Stiftung Patientenschutz hat an die Politik appelliert, nach den jüngsten Corona-Beschlüssen schnell für regelmäßigere Coronatests in der Altenpflege zu sorgen. "Zusätzliche tägliche Schnelltests für Pflegebedürftige, Personal und Angehörige sind ein effizientes Mittel, die unkontrollierte Ausbreitung des Virus zu verhindern", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Samstag. Dafür solle nach den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sorgen, forderte er.

Textgröße ändern:

Bund und Länder hatten sich am Dienstag neben einer Verlängerung und teilweisen Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch darauf verständigt, für Alten- und Pflegeheime "besondere Schutzmaßnahmen" zu treffen. Da in den Einrichtungen vor Ort vielfach die personellen Kapazitäten für Schnelltests mehrmals pro Woche fehlten, würden Bund und Länder eine gemeinsame Initiative starten, "um Freiwillige vorübergehend zur Durchführung von umfangreichen Schnelltests in die Einrichtungen zu bringen".

Die Hilfsorganisationen in Deutschland sagten dem Bund-Länder-Beschluss zufolge bereits zu, die entsprechenden Schulungen zu übernehmen. Die kommunalen Spitzenverbände würden dabei koordinieren, um den regionalen Bedarf zu klären und die Bundesagentur für Arbeit (BA) werde die Vermittlung unterstützen.

Brysch sieht bei den Kosten nun den Bund in der Pflicht und kritisierte, dass es andernfalls fraglich sei, ob es gelingen könne, rasch 30.000 Testhelfer zu finden. "Dem Ministerium sind wohl 18 Euro für Personal und Organisation pro Test zu viel", kritisierte er. "Dabei zahlen heute schon Testwillige bis zu 80 Euro in privaten Testzentren oder Arztpraxen." Der "Bild"-Zeitung vom Samstag sagte Brysch, Pflegeheimbewohner brächten "die größten Opfer" in der Pandemie. "Einsamkeit, Leiden und Tod sind allgegenwärtig. Dabei wären hier die 900.000 Menschen am besten zu schützen."

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Nahe Flugzeugträger: USA schießen iranische Drohne im Arabischen Meer ab

Die USA haben nach Pentagon-Angaben eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Die Drohne habe sich auf "aggressive" Weise dem Flugzeugträger USS "Abraham Lincoln" genähert, teilte ein Militärsprecher am Dienstag in Washington mit. Der Abschuss durch ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C sei zur "Selbstverteidigung" erfolgt, um den Flugzeugträger und die Besatzung zu schützen.

Gemeinde Crans-Montana spendet über eine Million Euro für Opfer der Brandkatastrophe

Die Schweizer Gemeinde Crans-Montana spendet eine Million Schweizer Franken für die Opfer und Hinterbliebenen der verheerenden Brandkatastrophe in der Silvesternacht. "Wir sind uns bewusst, dass Geld keine Wunden heilen kann, aber wir hoffen, den von dieser Tragödie betroffenen Familien helfen und die Solidarität der Gemeinde Crans-Montana zum Ausdruck bringen zu können", erklärte am Dienstag Gemeindepräsident Nicolas Féraud.

Französische Justiz will X-Eigentümer Musk anhören - Durchsuchungen in Büros

Die französische Justiz weitet ihr Vorgehen gegen die Online-Plattform X aus: Die Behörden durchsuchten Büroräume des Unternehmens und wollen X-Eigentümer Elon Musk befragen. Musk sei für den 20. April in Paris zu einer "freiwilligen Anhörung" geladen, teilte die Staatsanwaltschaft in Paris am Dienstag mit. Ärger dräut X auch in Großbritannien, wo die Datenschutzbehörde eine Untersuchung wegen KI-generierter Pornobilder anstieß.

Menschenrechtsgericht verurteilt Russland wegen Inhaftierung Nawalnys

Zwei Jahre nach dem Tod des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Straflager hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Russland wegen "rechtswidriger Inhaftierung" und "unmenschlicher Behandlung" verurteilt. Die Straßburger Richter verurteilten Russland am Dienstag zu einer Entschädigungszahlung in Höhe von 26.000 Euro, was voraussichtlich keine Folgen haben wird, da Russland Entscheidungen des Gerichts ignoriert.

Textgröße ändern: