Deutsche Tageszeitung - Über zehn Langwaffen und 6000 Schuss Munition in Brandenburg beschlagnahmt

Über zehn Langwaffen und 6000 Schuss Munition in Brandenburg beschlagnahmt


Über zehn Langwaffen und 6000 Schuss Munition in Brandenburg beschlagnahmt
Über zehn Langwaffen und 6000 Schuss Munition in Brandenburg beschlagnahmt / Foto: ©

Das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg hat bei der Durchsuchung eines Gehöfts im brandenburgischen Berge mehr als zehn Langwaffen und 6000 Schuss Munition gefunden. Bei dem Einsatz am Donnerstag waren mehr als 120 Ermittler, darunter auch hundert Beamte der Bundespolizei und eine Spezialeinheit des Zollkriminalamts im Einsatz, wie ein Sprecher des Zollfahndungsamts sagte. Zum Hintergrund des 51-jährigen Verdächtigen machte der Sprecher keine Angaben.

Textgröße ändern:

Das Zollfahndungsamt rückte demnach mit einem Durchsuchungsbefehl der Staatsanwaltschaft Neuruppin an. In den Fokus der Ermittler war der 51-Jährige nach einem Hinweis geraten, wonach er eine AK-47 erworben haben soll. Bei der Durchsuchung kamen Waffen- und Sprengstoffspürhunde sowie eine Drohne zum Einsatz.

Ob es sich bei den Langwaffen um scharfe Waffen handle, müsse noch geklärt werden, sagte der Sprecher. Zunächst sei der Verdächtige auch nicht festgenommen worden. Der Besitz entschärfter Waffen als Dekoartikel ist prinzipiell legal.

Nach Angaben der Behörde war der Mann zuvor nicht polizeilich bekannt. Zu den Vorwürfen machte der Verdächtige demnach keine Angaben, er leistete auch keinen Widerstand.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Tötung von Flugbegleiterin in Bonn vor 34 Jahren: BGH bestätigt Mordurteil

34 Jahre nach der Tötung einer Frau in Bonn ist der Täter rechtskräftig wegen Mordes verurteilt. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte das Urteil des Bonner Landgerichts vom März weitgehend, wie er am Freitag mitteilte. Der Angeklagte hatte in dem Prozess in Nordrhein-Westfalen gestanden, die 29-jährige Frau im Oktober 1992 in ihrer Wohnung vergewaltigt und getötet zu haben. (Az. 2 StR 377/26)

Krankengeld für Selbstständige: Kalenderjahr vor Arbeitsunfähigkeit entscheidend

Bei der Berechnung von Krankengeld für Selbstständige ist das letzte Kalenderjahr vor der Arbeitsunfähigkeit entscheidend. Denn nur dieser längere Zeitraum spiegelt das Einkommen relativ zuverlässig wider, wie das Bundessozialgericht in Kassel nach Angaben vom Freitag entschied. Eine Selbstständige hatte mit ihrer Klage damit keinen Erfolg. (Az. B 3 KR 6/25 R)

Vier Verletzte und 30 verendete Kälber bei Großbrand in Schleswig-Holstein

Bei einem Großbrand eines Bauernhauses und von Stallungen auf einem landwirtschaftlichen Anwesen in Schleswig-Holstein sind vier Menschen verletzt worden. Außerdem verendeten 30 Kälber, wie die Feuerwehr in Bad Segeberg zu dem Feuer in Henstedt-Ulzburg am Freitag mitteilte. Demnach standen beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehr am späten Donnerstagabend das Reetdachhaus und die Stallungen bereits in Vollbrand.

Drohender Ausschluss: Chef von arabisch-israelischer Partei zieht Kandidatur für Knesset zurück

Der Vorsitzende der arabisch-israelischen Oppositionspartei Balad, Sami Abu Schehadeh, zieht angesichts eines drohenden Ausschlusses von der Parlamentswahl seine Kandidatur für einen Sitz in der Knesset zurück. Schehadeh traf die Entscheidung, nachdem der Oberste Gerichtshof ihm am Donnerstag im Zusammenhang mit Äußerungen über den Großangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 einen Rückzug nahegelegt hatte. Die Mehrheit der Richter befürwortete einen formalen Ausschluss des Politikers und gab ihm bis Freitag Zeit, einem Urteil zuvorzukommen.

Textgröße ändern: