Deutsche Tageszeitung - Mordprozess um Verbrennung von 57-jähriger Frau in Hannover begonnen

Mordprozess um Verbrennung von 57-jähriger Frau in Hannover begonnen


Mordprozess um Verbrennung von 57-jähriger Frau in Hannover begonnen
Mordprozess um Verbrennung von 57-jähriger Frau in Hannover begonnen / Foto: ©

Ein halbes Jahr nach der Verbrennung einer Frau in Hannover hat vor dem Landgericht der niedersächsischen Landeshauptstadt der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Der 64-jährige frühere Lebensgefährte des Opfers muss sich seit Donnerstag wegen grausamen Mordes verantworten. Nach Angaben eines Gerichtssprechers ließ der Angeklagte erklären, seine 57-jährige Partnerin habe sich selbst angezündet.

Textgröße ändern:

Wie der Mann demnach über seine Verteidiger mitteilen ließ, habe er seine Lebensgefährtin erst wahrgenommen, als sie gebrannt habe. Er habe sofort Polizei und Rettungswagen gerufen. Nachfragen des Gerichts beantwortete der Beschuldigte zunächst nicht. Für den Prozess sind zunächst fünf Verhandlungstage bis Ende Februar angesetzt.

Laut Anklage soll der 64-Jährige seine Lebensgefährtin Ende Juni in der gemeinsamen Wohnung in Hannover mit Spiritus übergossen und in Tötungsabsicht angezündet haben. Die Frau erlitt dabei großflächige schwerste Brandverletzungen, denen sie einige Tage später in einem Krankenhaus erlag.

Nach früheren Angaben der Polizei hatten Nachbarn mitten in der Nacht gegen 02.00 Uhr den Notruf gewählt, nachdem sie zunächst Lärm und dann den Warnton eines Rauchmelders aus der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gehört hatten. Vor Ort fanden Einsatzkräfte dann die lebensgefährlich verletzte Frau und nahmen ihren Partner fest.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Ermittlungen zu versuchter Tötung in Baden-Württemberg: Finanzbeamter festgenommen

Im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt im baden-württembergischen Tamm wird nun auch gegen einen Finanzbeamten ermittelt. Es bestehe der dringende Verdacht, dass der Beamte der Finanzverwaltung Halterabfragen zu Kfz-Kennzeichen vorgenommen habe, teilte die Staatsanwaltschaft Heilbronn am Mittwoch mit. Er soll die Erkenntnisse weitergegeben und dadurch möglicherweise Ermittlungen gefährdet haben.

Durchsuchungen wegen Hasspostings in Fall von getötetem Polizisten aus Saarland

Mehr als fünf Monate nach der Tötung eines Polizisten im saarländischen Völklingen sind Ermittler gegen Hasspostings in diesem Zusammenhang vorgegangen. Seit der Tat im August seien über 330 mutmaßlich strafrechtlich relevante Postings im Internet dazu aufgetaucht, teilte die Landespolizeidirektion Saarland am Mittwoch mit. Aus diesem Grund seien acht Wohnungen im Saarland, in Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durchsucht worden.

Toter 14-Jähriger in Nordrhein-Westfalen: Obduktion bestätigt Gewaltverbrechen

Der an einem See am Stadtrand von Dormagen tot aufgefundene 14-Jährige ist Opfer eines Verbrechens geworden. Er erlitt Stich- und Schnittverletzungen, wie die Polizei in Neuss und die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Dienstagabend nach der Obduktion der Leiche mitteilten. Der 14-Jährige starb demnach infolge dieser Verletzungen. Die Beamten gehen daher von einem Tötungsdelikt aus. Die Ermittlungen liefen "auf Hochtouren", hieß es.

Baden-Württemberg: 23-Jähriger stirbt bei Zusammenstoß von Auto und Zug

In Baden-Württemberg ist ein 23-jähriger mit seinem Auto von einem Zug erfasst und dabei getötet worden. Wie die Polizei in Ravensburg am Mittwoch mitteilte, wolle der Autofahrer am Dienstagabend den beschrankten Bahnübergang in der Gemeinde Mengen überqueren. Dabei näherte sich die Regionalbahn und prallte auf das Fahrzeug. Dieses wurde demnach völlig zerstört und der 23-Jährige darin getötet.

Textgröße ändern: