Deutsche Tageszeitung - Italienische Polizei findet 500 Jahre alte "Salvator Mundi"-Kopie

Italienische Polizei findet 500 Jahre alte "Salvator Mundi"-Kopie


Italienische Polizei findet 500 Jahre alte "Salvator Mundi"-Kopie
Italienische Polizei findet 500 Jahre alte "Salvator Mundi"-Kopie / Foto: ©

In einer Wohnung in Neapel hat die italienische Polizei eine 500 Jahre alte Kopie des Da-Vinci-Meisterwerks "Salvator Mundi" gefunden. Der 36 Jahre alte Besitzer der Wohnung sei wegen Hehlerei festgenommen worden, nachdem das Bild in seinem Schlafzimmerschrank entdeckt worden sei, teilten die Ermittler am Montagabend mit. Das Bild wurde dem Doma-Museum der Kirche San Domenico Maggiore in Neapel zurückgegeben, das den Diebstahl des Bildes gar nicht bemerkt hatte.

Textgröße ändern:

Es handelt sich um die Kopie des "Salvator Mundi" von Leonardo da Vinci, dessen Titel sich mit Erlöser oder Heiland der Welt übersetzen lässt. Es zeigt Jesus Christus, der seine rechte Hand zum Segensgruß erhoben hat und in der linken Hand eine Kristallkugel hält. Das Original wurde 2017 bei Christie’s für 450 Millionen Dollar (373 Millionen Euro) versteigert und ist damit das teuerste Kunstwerk der Welt. Seit der Auktion wurde es nicht mehr öffentlich ausgestellt.

Die Kopie wurde Experteneinschätzungen zufolge Anfang des 16. Jahrhundert von Giacomo Alibrandi gemalt. Dass das Ölgemälde von dem Museum in Neapel nicht vermisst wurde, hängt mit der Corona-Pandemie zusammen. Wegen der zu ihrer Eindämmung verhängten Restriktionen war seit drei Monaten kein Museumsmitarbeiter mehr in dem Raum, in dem die "Salvator Mundi"-Kopie aufbewahrt worden war.

Die Polizei prüft nun, wie das Bild verschwand. Einbruchsspuren fanden sich laut Staatsanwalt Giovanni Melillo nicht in dem Museum. Er geht davon aus, dass es sich um einen Auftragsdiebstahl durch eine Organisation handelt, die im internationalen Kunsthandel aktiv ist.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Bahnmitarbeiter in Hamburg angegriffen und verletzt

In einem Bahnhof in Hamburg ist ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn angegriffen und verletzt worden. Ein 43-Jähriger gilt als tatverdächtig, wie die Bundespolizeiinspektion der Hansestadt am Mittwoch mitteilte. Demnach soll er am Dienstagnachmittag die Aufsicht am Bahnsteig im Bahnhof Dammtor mit Faustschlägen gegen den Kopf und den Oberkörper attackiert haben.

Vergewaltigungs-Prozess: Mette-Marits Sohn gesteht unter Tränen Leben im Exzess

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen ist Marius Borg Hoiby bei seiner ersten Aussage vor Gericht in Tränen ausgebrochen. Er habe ein Leben im Exzess mit "viel Sex, viel Drogen und viel Alkohol" geführt, sagte der 29-Jährige am Mittwoch in Oslo. Grund dafür sei sein "extrem hohes Bedürfnis nach Anerkennung".

Tod von Schaffner: Dobrindt fordert höhere Strafen für Angriffe auf Bahnpersonal

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat nach der tödlichen Attacke auf einen Zugbegleiter höhere Strafen für solche Angriffe gefordert. "Der strafrechtliche Schutz für Mitarbeiter bei Dienstleistungsunternehmen wie der Bahn muss deutlich verschärft werden", erklärte Dobrindt am Mittwoch. "Der Strafrahmen muss ausgeweitet und die Mindeststrafen für Angriffe deutlich erhöht werden." Die steigende Gewalt gegenüber Mitarbeitenden des öffentlichen Dienstes und Dienstleistern wie der Bahn brauche "entschiedene Konsequenzen".

Tödliches Missverständnis: 20-Jähriger stirbt nach Angriff in Köln

Nach einem Angriff infolge eines Missverständnisses ist ein 20-Jähriger in Köln an seinen schweren Verletzungen gestorben. Der 20-Jährige hatte irrtümlich ein stoppendes Auto für sein bestelltes Uber-Fahrzeug gehalten, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln am Mittwoch mitteilten. In der Folge wurde er von dem hinzugekommenen Ehemann der Fahrerin zu Boden geschlagen.

Textgröße ändern: