Deutsche Tageszeitung - Prominentenfoto ohne Bezug zum Text darf nicht zum Ködern benutzt werden

Prominentenfoto ohne Bezug zum Text darf nicht zum Ködern benutzt werden


Prominentenfoto ohne Bezug zum Text darf nicht zum Ködern benutzt werden
Prominentenfoto ohne Bezug zum Text darf nicht zum Ködern benutzt werden / Foto: ©

Das Foto eines Prominenten darf von Medien nicht zum Ködern von Lesern oder für Werbezwecke benutzt werden, wenn der Prominente im Artikel überhaupt nicht vorkommt. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am Donnerstag und gab in zwei unterschiedlichen Fällen dem Moderator Günther Jauch und dem Schauspieler Sascha Hehn recht. Diese fordern von Verlagen eine fiktive Lizenzgebühr für die Nutzung ihrer Bilder. (Az. I ZR 120/19 und I ZR 207/19)

Textgröße ändern:

Im ersten Fall schrieb "TV Movie" auf Facebook: "Einer dieser Moderatoren muss sich wegen Krebserkrankung zurückziehen." Es ging um Roger Willemsen, doch auf dem Foto waren vier Fernsehmoderatoren zu sehen - darunter Jauch, der vor Gericht zog. Im zweiten Fall bebilderte die "Bild am Sonntag" ein Urlaubslotto mit einem Foto des damaligen "Traumschiff"-Kapitäns Hehn, der ebenfalls klagte. Beide Male urteilte das Oberlandesgericht Köln in der Berufung zugunsten der Prominenten.

Die von den Verlagen Bauer Media Group und Axel Springer SE eingelegten Revisionen wurden nun vom BGH zurückgewiesen. Im Fall von Hehn geschah dies allerdings mit einer Einschränkung: Die "Bild am Sonntag" muss keine Auskunft über die Höhe ihrer Auflage an dem Tag erteilen. Die verfügbaren Informationen über die durchschnittliche Auflage in diesem Quartal reichten zur Bestimmung der fiktiven Lizenzgebühr aus, urteilten die Karlsruher Richter.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Textgröße ändern: