Deutsche Tageszeitung - Ermittler heben Fälscherwerkstatt in Magdeburg aus

Ermittler heben Fälscherwerkstatt in Magdeburg aus


Ermittler heben Fälscherwerkstatt in Magdeburg aus
Ermittler heben Fälscherwerkstatt in Magdeburg aus / Foto: ©

Ermittler haben eine Fälscherwerkstatt in Magdeburg ausgehoben. Drei Tatverdächtige, die im sogenannten Darknet gefälschte Dokumente wie Rezepte und Ausweise verkauft haben sollen, wurden festgenommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung in Halle an der Saale am Donnerstag mitteilten.

Textgröße ändern:

Die Ermittlungen laufen seit 2019, nachdem gefälschte Dokumente im Darknet entdeckt wurden. Die Tatverdächtigen konnten identifiziert und weitere, mutmaßlich durch sie begangene Dokumentenverkäufe aufgedeckt werden.

Am Mittwoch durchsuchten Beamte die Wohnungen der drei 23 und 24 Jahre alten Beschuldigten in Magdeburg sowie ein Büro, das offenkundig als Fälscherwerkstatt genutzt wurde. Die Ermittler beschlagnahmten umfangreiche Beweismittel, darunter Datenträger und Fälschungsutensilien wie Drucker, Siegel, Chemikalien und Folienelemente.

Die gefälschten Dokumente sollen auf verschiedenen Marktplätzen im Darknet angeboten worden sein. Dazu sollen unter anderem Rezepte, vorläufige deutsche Personalausweise sowie Ausweisdokumente aus Österreich, Italien, Tschechien, Polen und Ungarn gehört haben.

Die Bezahlung fand überwiegend in der Kryptowährung Bitcoin statt. Insgesamt sollen die Beschuldigten, denen gewerbsmäßige Urkundenfälschung vorgeworfen wird, dadurch einen Gewinn von umgerechnet etwa 45.000 Euro gemacht haben.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Minneapolis: US-Regierung zieht 700 Einsatzkräfte ab

Gut zehn Tage nach den tödlichen Schüssen auf den US-Bürger Alex Pretti in Minneapolis hat die US-Regierung den sofortigen Abzug von 700 Einsatzkräften aus dem Bundesstaat Minnesota angekündigt. Der Grenzbeauftragte von Präsident Donald Trump, Tom Homan, sagte am Mittwoch in Minneapolis, dazu gehörten Angehörige der Einwanderungsbehörde ICE wie auch der Grenzschutzagentur CBP.

Lange Haftstrafen für Schleusungen von Chinesinnen zur Prostitution in Hessen

Weil sie Frauen aus China zur Prostitution nach Deutschland schleusten und Steuern hinterzogen, hat das Landgericht Wiesbaden drei Angeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt. Die beiden Hauptangeklgten sollen für siebeneinhalb Jahre sowie sechs Jahre und drei Monate ins Gefängnis, wie eine Gerichtssprecherin am Mittwoch mitteilte. Ein dritter Angeklagter erhielt eine Strafe von drei Jahren und neun Monaten.

Mette-Marits Sohn gesteht "viel Sex, viel Drogen und viel Alkohol"

Im Vergewaltigungsprozess gegen den Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit in Norwegen hat Marius Borg Hoiby ein Leben im Exzess mit "viel Sex, viel Drogen und viel Alkohol" gestanden. Grund dafür sei sein "extrem hohes Bedürfnis nach Anerkennung", sagte der 29-Jährige am Mittwoch unter Tränen vor Gericht in Oslo. Die Vergewaltigungsvorwürfe wies er zugleich erneut zurück.

In Sonderzug nach Saarbrücken: Fußballfan beleidigt Reinigungskräfte rassistisch

Ein bislang unbekannter Fußballfan soll in einem Sonderzug zu einem Drittligaspiel drei im Zug tätige Reinigungskräfte rassistisch beleidigt haben. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Samstag während der Anreise von rund 900 Fans des VfL Osnabrück zu einem Auswärtsspiel nach Saarbrücken, wie die Bundespolizei in Bad Bentheim am Mittwoch mitteilte. Der Vredächtige die aus Somalia stammenden Männer unter anderem als Affen diskriminiert haben.

Textgröße ändern: