Deutsche Tageszeitung - Corona-Schnelltests sollen für ärmere Länder künftig nur noch die Hälfte kosten

Corona-Schnelltests sollen für ärmere Länder künftig nur noch die Hälfte kosten


Corona-Schnelltests sollen für ärmere Länder künftig nur noch die Hälfte kosten
Corona-Schnelltests sollen für ärmere Länder künftig nur noch die Hälfte kosten / Foto: ©

Um ärmeren Ländern mehr Corona-Schnelltests zu ermöglichen, sollen diese um die Hälfte billiger werden. Die Initiative zur Beschaffung von Medikamenten für bedürftige Länder (Unitaid) und die Stiftung für innovative Diagnostik würden dafür sorgen, dass die Tests künftig für 2,50 Dollar und nicht mehr wie bisher für fünf Dollar (4,12 Euro) angeboten werden könnten, teilte Unitaid-Sprecher Hervé Verhoosel am Freitag bei einer UN-Pressekonferenz in Genf mit.

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Nach der Vereinbarung, die unter anderem eine Ausweitung der Produktionskapazitäten beinhaltet, könnten in den kommenden Monaten 264 Millionen Schnelltests hergestellt werden. So soll es ärmeren Ländern ermöglicht werden, Infektionen schneller zu erkennen und die Pandemie besser zu bekämpfen.

Während in reichen Ländern täglich 252 Schnelltests auf 100.000 Einwohner kommen, sind es in ärmeren Ländern nur 24. Auch bei den Impfungen werden bedürftige Länder benachteiligt. So teilte das Gesundheitsministerium in Johannesburg am Donnerstag mit, dass Südafrika für das Vakzin von Astrazeneca zweieinhalb Mal so viel zahlen muss wie europäische Länder.

Die bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ansässige Unitaid handelt dank ihrer umfangreichen Mittel und der dadurch möglichen hohen Abnahmemengen niedrige Preise für Medikamente aus. Bislang beschränkte sich Unitaid auf den Kampf gegen HIV, Malaria, Tuberkulose und Hepatitis C. Bei der Verteilung der Medikamente stützt sich Unitaid auf mehr als 40 Partnerorganisationen, darunter der Global Fund und die Gates-Stiftung.

(W.Uljanov--DTZ)

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