Deutsche Tageszeitung - Hörtest bis 120 Dezibel ist nicht zu laut

Hörtest bis 120 Dezibel ist nicht zu laut


Hörtest bis 120 Dezibel ist nicht zu laut
Hörtest bis 120 Dezibel ist nicht zu laut / Foto: ©

Bei einem Hörtest sind Tonsignale bis zu einer Lautstärke von 120 Dezibel nicht zu beanstanden. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main laut einer Mitteilung vom Montag im Fall eines Manns, der angab, nach einem Hörtest schlechter zu hören. (Az. 26 U 29/19)

Textgröße ändern:

Der Kläger hatte einen Hörsturz erlitten und auf ärztlichen Rat hin bei einer Hörakustikerin einen Hörtest machen lassen. Dazu gehörte die Messung der sogenannten Unbehaglichkeitsschwelle, um festzustellen, ab welcher Lautstärke Töne als unangenehm empfunden werden. Die Akustikerin testete wie üblich mit bis zu 120 Dezibel.

Eine Woche nach dem Test beklagte der Mann sich über ein stark verschlechtertes Hörvermögen. Er bekam Hörgeräte und verklagte die Akustikerin auf Schadenersatz. Der Test habe extreme Schmerzen verursacht, gab er an.

Das Landgericht Frankfurt wies die Klage zurück. Nun hatte auch die Berufung vor dem Oberlandesgericht keinen Erfolg. Das Gutachten eines Sachverständigen habe nicht ergeben, dass die Akustikerin nicht fachgerecht gehandelt habe, hieß es. Die Lautstärke sei nicht zu beanstanden. Zudem konnte der Sachverständige nicht feststellen, dass der Kläger nach dem Test schlechter hörte als zuvor.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Waldbrände in Südeuropa: Brantner fordert mehr Aufmerksamkeit für Klimaschutz

Angesichts der verheerenden Waldbrände in Frankreich und Spanien hat Grünen-Chefin Franziska Brantner mehr Aufmerksamkeit für den Klimaschutz gefordert. "Diese Brände zeigen erneut, wie verletzlich unsere Gesellschaften durch die Folgen der Klimakrise geworden sind", sagte Brantner am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Umso wichtiger ist es, jetzt entschlossen zu helfen und gleichzeitig alles dafür zu tun, solche Katastrophen künftig zu begrenzen."

Weiter dichter Rauch durch Waldbrände nahe Madrid - Ministerpräsident Sánchez vor Ort

Bei dem Großfeuer nahe Madrid gibt es trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung: Teile der Gegend westlich der spanischen Hauptstadt waren am Samstag durch die Waldbrände weiter in Rauch gehüllt. Brandgeruch drang bis ins Zentrum Madrids vor. Nach Regierungsangaben breiteten sich die Flammen aufgrund "erheblich" besserer Bedingungen nur noch wenig aus. Bei einem Besuch am Samstag vor Ort sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez, vorrangiges Ziel sei es, "Leben zu retten".

Frankreich setzt Militärflugzeug gegen Waldbrände im Südwesten ein

Zur Bekämpfung der Waldbrände im Südwesten Frankreichs soll ab Samstag ein militärisches Transportflugzeug vom Typ A400M eingesetzt werden. Premierminister Sébastien Lecornu habe den Streitkräften die Entsendung der Maschine angeordnet, teilte sein Büro mit. Zudem sollen 100 Feuerwehrleute aus Paris bei der Brandbekämpfung helfen, erklärte der Kommandeur der Pariser Feuerwehrbrigade, Arnaud de Cacqueray, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Weiter dichter Rauch durch Großbrand nahe Madrid - Löschbedingungen über Nacht verbessert

Bei dem Großfeuer nahe Madrid gibt es trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung: Teile der Gegend westlich der spanischen Hauptstadt waren am Samstag weiter in Rauch gehüllt. Rauchgeruch drang bis ins Zentrum Madrids vor. Nach Regierungsangaben breiteten sich die Flammen aufgrund "erheblich" besserer Bedingungen nur noch wenig aus.

Textgröße ändern: