Deutsche Tageszeitung - Hörtest bis 120 Dezibel ist nicht zu laut

Hörtest bis 120 Dezibel ist nicht zu laut


Hörtest bis 120 Dezibel ist nicht zu laut
Hörtest bis 120 Dezibel ist nicht zu laut / Foto: ©

Bei einem Hörtest sind Tonsignale bis zu einer Lautstärke von 120 Dezibel nicht zu beanstanden. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main laut einer Mitteilung vom Montag im Fall eines Manns, der angab, nach einem Hörtest schlechter zu hören. (Az. 26 U 29/19)

Textgröße ändern:

Der Kläger hatte einen Hörsturz erlitten und auf ärztlichen Rat hin bei einer Hörakustikerin einen Hörtest machen lassen. Dazu gehörte die Messung der sogenannten Unbehaglichkeitsschwelle, um festzustellen, ab welcher Lautstärke Töne als unangenehm empfunden werden. Die Akustikerin testete wie üblich mit bis zu 120 Dezibel.

Eine Woche nach dem Test beklagte der Mann sich über ein stark verschlechtertes Hörvermögen. Er bekam Hörgeräte und verklagte die Akustikerin auf Schadenersatz. Der Test habe extreme Schmerzen verursacht, gab er an.

Das Landgericht Frankfurt wies die Klage zurück. Nun hatte auch die Berufung vor dem Oberlandesgericht keinen Erfolg. Das Gutachten eines Sachverständigen habe nicht ergeben, dass die Akustikerin nicht fachgerecht gehandelt habe, hieß es. Die Lautstärke sei nicht zu beanstanden. Zudem konnte der Sachverständige nicht feststellen, dass der Kläger nach dem Test schlechter hörte als zuvor.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Textgröße ändern: