Deutsche Tageszeitung - Hersteller warnt vor Lieferengpässen bei Spezialspritzen für Corona-Impfungen

Hersteller warnt vor Lieferengpässen bei Spezialspritzen für Corona-Impfungen


Hersteller warnt vor Lieferengpässen bei Spezialspritzen für Corona-Impfungen
Hersteller warnt vor Lieferengpässen bei Spezialspritzen für Corona-Impfungen / Foto: ©

Pläne, aus den Impfstoff-Ampullen von Biontech/Pfizer sechs statt fünf Dosen zu entnehmen, könnten durch Lieferengpässe bei den Spezialspritzen gefährdet werden. Wie ein Sprecher des US-Medizintechnologie-Herstellers Becton Dickinson (BD) AFP mitteilte, handelt es sich bei den Spritzen um ein Nischenprodukt, und da die Nachfrage für gewöhnlich sehr gering ist, würde es einige Zeit dauern, die Produktionskapazitäten zu erhöhen.

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Der neue US-Präsident Joe Biden hat versprochen, in den ersten einhundert Tagen seiner Amtszeit einhundert Millionen Impfungen zu ermöglichen. Der Mangel an Spezialspritzen, ohne die eine Impfdosis pro Ampulle verloren ginge, dürfte diesen Zeitplan ebenfalls erschweren. BD arbeite bei diesem Thema "proaktiv mit der US-Regierung zusammen", sagte der Sprecher.

Die Spezialsprizen von BD verfügen über sehr geringen Leerraum, wodurch bei Impfungen kaum Wirkstoff verloren geht. Anfang Januar hatte auch die EU-Arzneimittelbehörde EMA bei Verwendung der Spezialspritzen die Entnahme von sechs statt fünf Impfdosen pro Ampulle genehmigt.

Daraufhin hatte der US-Pharmakonzern Pfizer vergangen Woche angekündigt, weniger Ampullen seines mit dem Mainzer Unternehmen Biontech entwickelten Vakzins an die Bestellerländer auszuliefern, da die Bestellungen "immer auf einer Gesamtzahl von Dosen beruhten und nicht von Ampullen". Zuvor hatte Pfizer die EU über Lieferverzögerungen des Impfstoffs wegen Umbaumaßnahmen in einem Werk im belgischen Puurs informiert.

(N.Loginovsky--DTZ)

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