Deutsche Tageszeitung - Zwei kleine Jaguare in Nicaragua aus Fängen von Tierhändlern befreit

Zwei kleine Jaguare in Nicaragua aus Fängen von Tierhändlern befreit


Zwei kleine Jaguare in Nicaragua aus Fängen von Tierhändlern befreit
Zwei kleine Jaguare in Nicaragua aus Fängen von Tierhändlern befreit / Foto: ©

Dank einer Kampagne in Internet-Netzwerken haben Tierschützer in Nicaragua zwei kleine Jaguare im letzten Moment vor dem illegalen Verkauf ins Ausland bewahrt. Tierhändler hätten die beiden drei Monate alten, streng geschützten Raubkatzen unter schrecklichen Bedingungen in einem Käfig in der nördlichen Karibikregion gefangen gehalten, berichtete der an der Rettung beteiligte Zoodirektor Eduardo Sacasa. Die Kriminellen hatten demnach zuvor die Mutter der Jungtiere getötet, um das Weibchen und das Männchen an einen chinesischen Interessenten zu verkaufen.

Textgröße ändern:

Dagegen mobilisierte sich jedoch die Internetgemeinde. In Online-Netzwerken fanden Bilder der Jaguar-Geschwister und Hinweise auf deren drohendes Schicksal rasch Verbreitung. Daraufhin nahm Zoodirektor Sacasa Kontakt mit den Tierhändlern auf und überredete sie nach eigenen Angaben, die gefangenen Jaguare an ihn zu übergeben - allerdings ohne Polizei.

Mit Flugzeug, Auto und Boot kämpfte sich Sacasa zum Versteck der Kriminellen vor und nahm die ausgehungerten Jaguare in seine Obhut. "Sie sind mager, sie gaben ihnen nur Rinderhaut zu fressen", berichtete Sacasa nach seiner Rückkehr am Mittwoch (Ortszeit) in Managua. Für das waghalsige Unternehmen hatte der Zoodirektor eine einfache Begründung: "Es ist unsere Leidenschaft, Tiere zu retten, die vom Aussterben bedroht sind."

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt

Weil er seine Frau erstochen haben soll, soll ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Das Landgericht Osnabrück verurteilte ihn am Freitag nach Angaben eines Sprechers wegen Mordes und verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Mann hatte demnach im Prozess gestanden, seine Frau, eine Mutter von Drillingen, getötet zu haben.

Textgröße ändern: