Deutsche Tageszeitung - Mutmaßliche Administratorin von riesigem Darknet-Marktplatz DarkMarket gefasst

Mutmaßliche Administratorin von riesigem Darknet-Marktplatz DarkMarket gefasst


Mutmaßliche Administratorin von riesigem Darknet-Marktplatz DarkMarket gefasst
Mutmaßliche Administratorin von riesigem Darknet-Marktplatz DarkMarket gefasst / Foto: ©

Nach ihrem Schlag gegen den womöglich weltweit größten Darknet-Marktplatz DarkMarket haben deutsche Ermittler eine weitere mutmaßliche Führungsfigur der Betreiber gefasst. Es handle sich um die 32-jährige Ehefrau des bereits vor etwa drei Wochen gefassten australischen Hauptverdächtigen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz am Freitag mitteilte. Sie soll als Administratorin für den illegalen Umschlagplatz gearbeitet haben.

Textgröße ändern:

Bei der Frau handelt es sich den Angaben zufolge ebenfalls um eine australische Staatsbürgerin. Sie sitze in Untersuchungshaft, teilte die Behörde in der rheinland-pfälzischen Stadt mit. Sie habe sich bislang noch nicht zu den erhobenen Vorwürfen geäußert.

Bei DarkMarket handelte es sich nach Angaben deutscher Ermittler um den mutmaßlich weltweit größten illegalen Darknet-Marktplatz. Demnach wurde er zuletzt von fast 500.000 Nutzern und mehr als 2400 Verkäufern frequentiert, die vor allem mit Drogen handelten und dort insgesamt Geschäfte im Gegenwert von über 140 Millionen Euro getätigt haben sollen.

Die Ermittler holten am 11. Januar nach langen Ermittlungen zum Schlag gegen die Betreiber der Plattform aus. In einer international koordinierten Zugriffsaktion wurden dabei mehr als 20 Server in Moldau und der Ukraine abgeschaltet und beschlagnahmt. Bereits kurz zuvor war der 34-jährige mutmaßliche Betreiber an der deutsch-dänischen Grenze festgenommen worden.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Dobrindt stuft Bluttat beim Berliner CSD als "islamistischen Terroranschlag" ein

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Bluttat beim Christopher Street Day in Berlin als "islamistischen Terroranschlag" eingestuft. Auf eine derartige Motivation des Tatverdächtigen deute "alles" hin, sagte Dobrindt am Sonntag in Berlin. Eine Frau sei getötet worden, zudem gebe es "29 Verletzte und Schwerstverletzte", sagte der Minister. Der Tatverdächtige, ein deutscher Staatsangehöriger libanesischer Abstammung, habe eine Radikalisierung durchlaufen und sei bereits in Berlin zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden.

Mutmaßlicher Anschlag beim CSD Berlin: Ermittler fahnden nach 21-Jährigem

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) mit einer Toten und mehr als einem Dutzend Verletzten wird mit Hochdruck nach einem flüchtigen 21-jährigen Verdächtigen gesucht. Die Polizei in der Hauptstadt warnte am Sonntag davor, den mutmaßlich islamistisch motivierten Abdul B. anzusprechen. Er sei "möglicherweise bewaffnet und gefährlich", hieß es. Polizisten durchkämmten unter anderem Bahnhöfe.

Brände in Frankreich: Flammen kommen bis 15 Kilometer an Großraum Bordeaux heran

In Frankreich ist der verheerende Waldbrand nahe Bordeaux bis 15 Kilometer an die Grenzen des Großraums der Stadt herangerückt. Eine Evakuierung des rund eine Million Einwohner zählenden Großraums "kommt aber nicht in Frage", weil sich das Feuer südlich befinde und nicht im Westen vorrücke, erklärte Bürgermeister Thomas Cazenave am Sonntag bei einer Pressekonferenz. Bis zur Stadtgrenze seien es noch 25 bis 30 Kilometer.

Polizisten an Bahnhöfen in Einsatz: Großfahndung nach Bluttat bei Berliner CSD

Nach dem mutmaßlichen Anschlag beim Berliner Christopher Street Day (CSD) hat die Polizei am Sonntag weiter öffentlich mit starken Kräften nach dem flüchtigen Verdächtigen Abdul B. gefahndet. Entsprechende Einsätze liefen unter anderem an Bahnhöfen in der Hauptstadt, sagte Polizeisprecher Jan Misselwitz der Nachrichtenagentur AFP. "Natürlich laufen unsere Maßnahmen auf Hochtouren und in alle Richtungen." Die Beamten schalteten auch ein Hinweisportal und ein Hinweistelefon frei.

Textgröße ändern: