Deutsche Tageszeitung - Japan verlängert Ausnahmezustand bis Anfang März

Japan verlängert Ausnahmezustand bis Anfang März


Japan verlängert Ausnahmezustand bis Anfang März
Japan verlängert Ausnahmezustand bis Anfang März / Foto: ©

Japans Regierung hat den Corona-Ausnahmezustand um einen Monat verlängert. Der bis zum 7. Februar verhängte Ausnahmezustand im Großraum Tokio und mehreren weiteren Regionen werde nun bis zum 7. März dauern, sagte Regierungschef Yoshihide Suga am Dienstag. Nur in der Region Tochigi nördlich der Hauptstadt wird der Ausnahmezustand wie geplant am Sonntag aufgehoben.

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Der Ausnahmezustand in Japan ist weniger strikt als die Corona-Maßnahmen in vielen anderen Ländern. Unter anderem dürfen Bars und Restaurants bis 20.00 Uhr geöffnet bleiben, die Menschen sind aufgerufen, möglichst von zu Hause aus zu arbeiten.

Japan war von der Corona-Pandemie bisher weniger stark betroffen als andere Länder. Seit Pandemie-Beginn starben dort rund 5800 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion. Zuletzt hatte aber eine neue Infektionswelle das japanische Gesundheitssystem an seine Grenzen gebracht. Tokio und andere Regionen verzeichneten Rekordwerte bei den Neuinfektionen.

Seit der Ausrufung des Ausnahmezustands im Januar gehe die Zahl der Neuinfektionen wieder zurück, sagte Regierungschef Suga. Die Maßnahmen seien also effektiv. Nun müsse auch noch die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen gesenkt werden.

Die japanischen Regierung hält trotz der Infektionslage daran fest, im Juli die bereits im Vorjahr wegen der Pandemie abgesagten Olympischen Sommerspiele in Tokio zu eröffnen. Japans Chef-Organisator Yoshiro Mori bekräftigte am Dienstag, die Spiele würden "mit Sicherheit" stattfinden, wie auch immer sich die Corona-Pandemie entwickele.

(A.Nikiforov--DTZ)

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