Deutsche Tageszeitung - Corona-Fall sorgt für Massenquarantäne bei Australian Open

Corona-Fall sorgt für Massenquarantäne bei Australian Open


Corona-Fall sorgt für Massenquarantäne bei Australian Open
Corona-Fall sorgt für Massenquarantäne bei Australian Open / Foto: ©

Nach einem Corona-Fall wenige Tage vor Beginn der Australian Open haben sich bis zu 600 Teilnehmer, Offizielle und Mitarbeiter vorsorglich in Quarantäne begeben. Wie der Premierminister des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Mittwoch mitteilte, wurde in einem Spielerhotel des Grand-Slam-Turniers ein Infektionsfall identifiziert. Alle "Aufwärm"-Turniere am Donnerstag in Melbourne wurden abgesagt.

Textgröße ändern:

Bei dem Betroffenen handle es sich um einem Mitarbeiter des Grand Hyatt Hotels in Melbourne, sagte Andrews vor Journalisten. "Es sind etwa 500, 600 Leute, darunter Spieler, Offizielle und andere, die als mögliche Kontakte gelten". Sie würden bis zu einem negativen Test isoliert. "Diese Arbeit wird morgen erledigt sein", fügte der Premierminister hinzu.

Die nötigen Maßnahmen hatten auch Auswirkungen auf die laufenden sechs Vorbereitungsturniere in Melbourne. Alle für Donnerstag vorgesehenen Spiele der ATC- und WTA-Turniere wurden nach Angaben der Organisatoren gestrichen.

"Zu diesem Zeitpunkt" gebe es aber keine Folgen für die Australian Open, die am kommenden Montag beginnen sollen, sagte Anrews: "Sie werden stattfinden".

Australien hat es bislang geschafft, die Corona-Fallzahlen vergleichsweise sehr niedrig zu halten. Das Land registrierte knapp 29.000 Infektionsfälle und weniger als tausend Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Berliner CSD-Verein warnt nach Anschlag vor Spaltung und Hass gegen Muslime

Der Berliner CSD-Verein hat nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in der Bundeshauptstadt vor einer Instrumentalisierung der Tat gegen Muslime gewarnt. "Wir benennen islamistischen Terror klar und ohne Relativierung", erklärte der Vorstand am Montag. Zugleich stelle man sich "jedem Versuch entgegen", die Tat für Hass gegen Muslime und Menschen bestimmter Herkunft zu "instrumentalisieren".

CSD-Anschlag: Berliner Justiz verteidigt Aufhebung von Haftbefehl

Die Berliner Justiz hat die Aufhebung des Haftbefehls gegen den mutmaßlichen Attentäter vom Berliner Christopher Street Day (CSD) nach dessen Verurteilung im Mai verteidigt. Da das Gericht eine Strafe von einem Jahr und zehn Monaten für tat- und schuldangemessen erachtet habe und die Untersuchungshaft anzurechnen sei, sei dies nicht ungewöhnlich, teilte eine Sprecherin des Berliner Strafgerichts am Montag mit.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze fordert nach CSD-Anschlag härtere Konsequenzen

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag beim Berliner Christopher Street Day (CSD) hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) schärfere Konsequenzen im Umgang mit radikalisierten Menschen gefordert. Es reiche nicht mehr, wenn Behörden oder Verantwortliche im Nachhinein erklärten, sie hätten von einer Radikalisierung "so ein bisschen mitbekommen, aber so richtig auch nicht", sagte Schulze am Montag im Deutschlandfunk.

Millionen Glimmstengel und 40 Tonnen Tabak: Zoll stürmt illegale Zigarettenfabrik

Nach monatelangen verdeckten Ermittlungen haben Zollfahnder in einem ehemaligen Gewerbeobjekt in Sachsen-Anhalt eine illegale Zigarettenfabrik gestürmt. Sie beschlagnahmten in Haldensleben unter anderem rund acht Millionen unversteuerte Zigaretten sowie 40 Tonnen Tabak, wie das Zollfahndungsamt im niedersächsischen Hannover am Montag mitteilte. Die kriminellen Betreiber tarnten die Anlage in einem Hallenkomplex auf einem früheren Fabrikgelände demnach aufwändig.

Textgröße ändern: