Deutsche Tageszeitung - Sohn von US-Präsident will in Memoiren Details zu Drogensucht öffentlich machen

Sohn von US-Präsident will in Memoiren Details zu Drogensucht öffentlich machen


Sohn von US-Präsident will in Memoiren Details zu Drogensucht öffentlich machen
Sohn von US-Präsident will in Memoiren Details zu Drogensucht öffentlich machen / Foto: ©

Hunter Biden, der Sohn von US-Präsident Joe Biden, will in seinen für April angekündigten Memoiren Details zu seiner Alkohol- und Drogenabhängigkeit öffentlich machen. Das Buch behandle "Hunters Abstieg in Substanz-Missbrauch und seinen qualvollen Weg zur Nüchternheit", teilte der Verlag Gallery Books am Donnerstag mit. Der zweite Sohn des US-Präsidenten will in dem Buch "Beautiful Things" ("Schöne Dinge") auch den Tod seines älteren Bruders Beau behandeln, der 2015 an den Folgen eines Gehirntumors gestorben war.

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Biden, der am Donnerstag 51 wurde, war 2014 nach einem positiven Test auf Kokain aus der US-Navy-Reserve entlassen worden. Im Juli 2019 erzählte er in einem Interview mit dem Magazin "The New Yorker", wie ihm drei Jahre zuvor jemand eine Pistole an den Kopf gehalten habe, nachdem er einen Obdachlosen in Los Angeles gefragt hatte, wo er Crack kaufen könne.

US-Präsident Joe Biden hatte während des Wahlkampfs stets zu seinem Sohn gestanden: Als sein Amtsvorgänger Donald Trump sich bei einem TV-Duell über dessen Kokain-Konsum lustig machte, sagte Biden nur: "Ich bin stolz auf ihn. Ich bin stolz auf meinen Sohn."

Biden und seine Frau Jill erklärten am Donnerstag, sie bewunderten ihren Sohn für seinen Mut, "offen über seine Sucht zu sprechen". Anderen Betroffenen könne er so Hoffnung vermitteln.

Hunter Biden, der heute als Künstler in Los Angeles lebt, war auch wegen seiner Geschäftsbeziehungen in die Ukraine und nach China ins Visir Trumps geraten. Er gab zu, mitunter "schlechtes Urteilsvermögen" bei seinen Geschäften gehabt zu haben, bestritt aber jedes Fehlverhalten.

Hunter und Beau überlebten im Dezember 1972 einen Autounfall, bei dem ihre Mutter und ihre Schwester starben. "Dies ist ein erstaunlich offenes und mutiges Buch über Verlust, menschliche Zerbrechlichkeit, eigensinnige Seelen und hart erkämpfte Erlösung", schrieb der Autor Dave Eggers in einem Klappentext zu "Beautiful Things".

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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