Deutsche Tageszeitung - Boliviens Behörden ermitteln wegen mutmaßlicher Vergiftung von 35 Andenkondoren

Boliviens Behörden ermitteln wegen mutmaßlicher Vergiftung von 35 Andenkondoren


Boliviens Behörden ermitteln wegen mutmaßlicher Vergiftung von 35 Andenkondoren
Boliviens Behörden ermitteln wegen mutmaßlicher Vergiftung von 35 Andenkondoren / Foto: ©

Die Umweltbehörden in Bolivien haben Ermittlungen wegen der mutmaßlichen Vergiftung von 35 Andenkondoren angekündigt. Die Kadaver der riesigen Vögel seien in der ländlichen Gemeinde Laderas Norte im südlichen Bezirk Tarija entdeckt worden, erklärten die Behörden am Sonntag. Unklar sei, ob die gefährdete Art gezielt getötet wurde.

Textgröße ändern:

"Es ist eine Tat, die uns schmerzt. In diesem Bezirk leben Kondore und koexistieren mit den Gemeinden ohne jedes Problem", sagte der Gouverneur von Tarija, Adrian Oliva. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Vögel nur zufällig Opfer wurden, da sie Aasfresser sind, sagte der Biologe Diego Mendez.

Der Andenkondor (Vultur gryphus) hat eine Flügelspannweite von 3,5 Metern und ist damit einer der größten fliegenden Vögel der Erde. Weltweit gibt es etwa 6700 Kondore, die Zahl ist rückläufig.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Dieselgate: Renault muss sich in Frankreich wegen Betrugs vor Gericht verantworten

Im Zusammenhang mit dem Dieselskandal muss sich der französische Autohersteller Renault in Frankreich wegen mutmaßlichen Betrugs vor Gericht verantworten. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Vorrichtungen in seinen Dieselfahrzeugen eingebaut zu haben, die zur Umgehung von Abgasvorschriften dienten, wie die Staatsanwaltschaft am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Die erste Anhörung in dem Fall ist für April 2027 angesetzt. Renault weist die Vorwürfe zurück.

Datenschutzbeauftragte: Durch Geheimdienstreform drohen Grundrechtseinschränkungen

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Louisa Specht-Riemenschneider, sieht durch die von der Regierung geplante Geheimdienstreform massive Risiken für Bürgerrechte. "Aus meiner Sicht gibt es inakzeptable Einschränkungen der Grundrechte", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Nachrichtendienste sollten "nicht handeln und eingreifen dürfen wie eine Polizei", gab sie zu bedenken.

Magyar-Partei wählt erstmals Verfassungsrichter - Amnesty: Verfahren "wie unter Orban"

Erstmals seit der Amtsübernahme von Peter Magyar als Ministerpräsident hat das ungarische Parlament einen neuen Verfassungsrichter gewählt. Der Universitätsprofessor Pal Sonnevend erhielt am Montag 138 Ja-Stimmen in dem 199 Abgeordnete umfassenden Parlament, sechs Parlamentarier stimmten gegen ihn. Die früheren Regierungsparteien Fidesz und KDNP boykottierten die Abstimmung. Sonnevend löst Csaba Hende ab, der als Vertrauter des früheren Regierungschefs Viktor Orban galt.

Trompete von US-Armee bei Trauerfeier auf hessischem Friedhof gestohlen

Unbekannte haben auf einem Friedhof im hessischen Hanau eine Trompete der US-Armee gestohlen. Das Instrument sollte am Freitagvormittag bei einer Bestattung eines ehemaligen US-Soldaten gespielt werden, wie die Polizei am Montag in Offenbach mitteilte.

Textgröße ändern: