Deutsche Tageszeitung - Frau in Brandenburg täuschte Fund von ausgesetztem Baby vor

Frau in Brandenburg täuschte Fund von ausgesetztem Baby vor


Frau in Brandenburg täuschte Fund von ausgesetztem Baby vor
Frau in Brandenburg täuschte Fund von ausgesetztem Baby vor / Foto: ©

Eine Frau hat in der Stadt Brandenburg an der Havel den Fund eines ausgesetzten Babys vorgetäuscht. Gegen die Mittzwanzigerin, die das Kind selbst in einem Bungalow zur Welt brachte, wird nun wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt, wie die Polizeidirektion West in Brandenburg am Dienstag mitteilte. Die junge Frau hatte am Montagabend die Polizei per Notruf alarmiert und erklärt, sie habe ein fremdes Neugeborenes im Freien gefunden.

Textgröße ändern:

Diese Behauptung revidierte sie noch am Montagabend gegenüber den Beamten und gab zu, selbst die Mutter des Babys zu sein. Laut Polizei befand sich das Neugeborene nach bisherigem Kenntnisstand "zu keiner Zeit ungeschützt im Freien".

Den Ermittlungen zufolge brachte die junge Frau das Kind am Montagabend in einem Bungalow unweit des Wohnhauses ihrer eigenen Mutter allein zur Welt. Aus persönlichen Gründen wollte sie den Angaben zufolge nicht, dass die Geburt bekannt wird und täuschte daher vor, das Baby gefunden zu haben. Der Notruf löste einen umfangreichen Einsatz aus, bei dem unter anderem ein Spürhund eingesetzt wurde.

Den Angaben zufolge geht es der Frau gut, auch das Baby ist wohlauf. Beide befinden sich in einem Krankenhaus. Wegen des Fehlens von Haftgründen sind derzeit keine freiheitsentziehenden Maßnahmen gegen die Beschuldigte angeordnet.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: