Deutsche Tageszeitung - Missbrauchs-Verfahren gegen Chef von Frankreichs Filmförderfonds

Missbrauchs-Verfahren gegen Chef von Frankreichs Filmförderfonds


Missbrauchs-Verfahren gegen Chef von Frankreichs Filmförderfonds
Missbrauchs-Verfahren gegen Chef von Frankreichs Filmförderfonds / Foto: ©

Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Nötigung gegen den Vorsitzenden des nationalen Filmförderfonds CNC, Dominique Boutonnat, eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft des Pariser Vororts Nanterre legt dem 51-Jährigen "versuchte Vergewaltigung" zur Last. Sein 22-jähriger Patensohn hatte nach einem gemeinsamen Urlaub in Griechenland im vergangenen Sommer gegen ihn Anzeige erstattet.

Textgröße ändern:

Boutonnat bestreitet die Vorwürfe. Sein Anwalt sprach von "überstürzten" Ermittlungen ohne jede Gegenüberstellung seines Mandanten mit dem mutmaßlichen Opfer. Der Film- und Fernsehproduzent Boutonnat steht seit Juli 2019 an der Spitze des Förderfonds.

In Frankreich waren seit Jahresbeginn eine Reihe ähnlicher Vorwürfe gegen männliche Vertreter aus Filmbranche und Wissenschaft laut geworden.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Schülerproteste in Frankreich: Mehr als 5000 Festnahmen seit Montag

Bei den landesweiten Schülerprotesten in Frankreich sind nach Angaben der Regierung seit Montag mehr als 5000 Menschen festgenommen worden. Innenminister Laurent Nuñez sagte am Freitagabend im Sender TF1, allein am Freitag habe es 1747 Festnahmen gegeben. "Es gab Ausschreitungen in der Nähe von 158 Einrichtungen: Wurfgeschosse, Angriffe auf Ordnungskräfte, Lehrkräfte, Journalisten, Passanten."

Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Angriff auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke in Dresden kommen drei Tatverdächtige vor Gericht. Das Amtsgericht der sächsischen Landeshauptstadt ließ die Anklage der Staatsanwaltschaft zu, wie es am Freitag mitteilte. Ecke war im Mai 2024 beim Aufhängen von Wahlplakaten angegriffen und dabei so schwer verletzt worden, dass er operiert werden musste.

Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen

Rund zwei Jahre nach einer mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung an der US-Eliteuniversität Cornell hat der Bundesstaat New York eine Sonderermittlerin berufen. Gouverneurin Kathy Hochul betraute die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mit dem Fall. Beide wollten am Freitag vor die Presse treten.

Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern

Wegen der mehrfachen Schleusung von illegalen Einwanderern ist ein 32-jähriger Syrer in Bayern zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zwei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Traunstein sprach ihn unter anderem des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern schuldig, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. In das Strafmaß wurde auch ein Urteil vom April mit einbezogen.

Textgröße ändern: