Deutsche Tageszeitung - Nach erster Covid-19-Erkrankung schwebt Patient mit Südafrika-Mutante in Lebensgefahr

Nach erster Covid-19-Erkrankung schwebt Patient mit Südafrika-Mutante in Lebensgefahr


Nach erster Covid-19-Erkrankung schwebt Patient mit Südafrika-Mutante in Lebensgefahr
Nach erster Covid-19-Erkrankung schwebt Patient mit Südafrika-Mutante in Lebensgefahr / Foto: ©

Nach einer zunächst überstandenen Corona-Infektion schwebt ein 58-jähriger Mann in Frankreich nach einer Ansteckung mit der südafrikanischen Variante in Lebensgefahr. "Dieser Fall illustriert die Tatsache, dass die südafrikanische Variante für eine schwere Reinfektion nach einer ersten milden Infektion" mit dem klassischen Coronavirus verantwortlich sein kann, erklärten die französischen Autoren einer in dieser Woche im Fachmagazin "Clinical Infectious Diseases" veröffentlichten Studie.

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Der Fall des Mannes zeige, dass "die nach der ersten Infektion entwickelte Immunität eine erneute Infektion mit der südafrikanischen Variante nicht verhindert hat". Der 58-jährige Asthmatiker sei im September positiv auf das Coronavirus getestet worden und habe damals an Fieber und Kurzatmigkeit gelitten. Die Symptome hielten demnach nur wenige Tage an. Im Dezember wurde der Mann dann zweimal negativ getestet.

Im Januar musste er dann allerdings ins Krankenhaus eingeliefert werden und es wurde bei ihm die südafrikanische Variante festgestellt. Danach verschlechterte sich sein Zustand; inzwischen wird er künstlich beatmet und schwebt in Lebensgefahr.

Bislang wurden vor allem Fälle beschrieben, bei denen die zweite Erkrankung weniger schwerwiegend verlief als die erste. Die Ende vergangenen Jahres in Südafrika festgestellte Corona-Variante gilt neben der brasilianischen und britischen Mutante als besonders ansteckend.

Die Impfstoffhersteller Pfizer/Biontech und Moderna geben an, dass ihr Wirkstoff dennoch gegen die neue Südafrika-Mutante wirkt. Hingegen ergab eine Studie, dass der Impfstoff von Astrazeneca nicht umfassend gegen die zuerst in Südafrika entdeckte Corona-Mutante wirksam ist. Das Land verschob daher seine Impfkampagne mit dem Wirkstoff.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

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