Deutsche Tageszeitung - Drei Tote durch ungewöhnlichen Wintereinbruch in Griechenland

Drei Tote durch ungewöhnlichen Wintereinbruch in Griechenland


Drei Tote durch ungewöhnlichen Wintereinbruch in Griechenland
Drei Tote durch ungewöhnlichen Wintereinbruch in Griechenland / Foto: ©

Infolge eines überraschenden Wintereinbruchs sind in Griechenland drei Menschen ums Leben gekommen. Auf der Insel Evia nahe Athen starben zwei Senioren, nachdem ihre Beatmungsgeräte während eines Stromausfalls ausfielen, wie der staatliche Sender TV ERT am Dienstag berichtete. Auf der Insel Kreta wurde zudem ein Viehzüchter tot im Schnee vor seinem Getreidespeicher gefunden.

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Griechenland erlebt derzeit die heftigsten Schneefälle seit einem Jahrzehnt und stürmischen Wind. Die Akropolis in Athen wurde über Nacht mit einer Schneedecke überzogen. Der im fünften Jahrhundert vor Christus errichtete Parthenon in der antiken Festungsanlage war vor lauter Schnee kaum zu sehen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der ungewöhnliche Schnee sorgte für Beeinträchtigungen des Verkehrs, die Corona-Impfungen in der Hauptstadt wurden vorerst eingestellt.

Die wenigen Räumfahrzeuge waren in Athen mit dem Wintereinbruch überfordert. Die wichtigste Verbindungsstraße zur zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki wurde vorsichtshalber gesperrt. Der Fährverkehr zwischen Athen und den Ägäis-Inseln wurde wegen heftiger Windböen ausgesetzt. Wie die griechische Nachrichtenagentur ANA berichtete, wurden in der Stadt Florina im Nordwesten des Landes minus 19 Grad gemessen.

Die Schneefälle hatten am Montag eingesetzt und sich am Abend intensiviert. Auf Griechenlands zweitgrößter Insel Evia ist seit zwei Tagen der Strom ausgefallen. Auch in Teilen des Großraums Athen fiel wegen umgestürzter Bäume der Strom aus. "Wir brauchen Geduld, um dieses wirklich außergewöhnliche Problem zu lösen", sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nach einer außerordentlichen Kabinettssitzung am Dienstag.

Auch die tausenden Migranten und Flüchtlinge, die in Lagern im ganzen Land leben, stellen die eisigen Temperaturen vor Probleme. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR belieferte in den vergangenen Tagen mehrere Flüchtlingslager mit Heizstrahlern. Nach Regierungsangaben wurden zudem zusätzliche Schlafsäcke und Decken verteilt.

(W.Budayev--DTZ)

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