Deutsche Tageszeitung - Israel erlaubt Lieferung von Corona-Impfstoff in den Gazastreifen

Israel erlaubt Lieferung von Corona-Impfstoff in den Gazastreifen


Israel erlaubt Lieferung von Corona-Impfstoff in den Gazastreifen
Israel erlaubt Lieferung von Corona-Impfstoff in den Gazastreifen / Foto: ©

Nach der Blockade einer früheren Lieferung hat Israel für Mittwoch die Lieferung von tausend Dosen des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V in den Gazastreifen zugesagt. Die Impfdosen würden von der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland in das andere Palästinensergebiet gebracht, teilte das israelische Verteidigungsministerium der Nachrichtenagentur AFP mit. Dafür werde der Grenzübergang Eres zwischen Israel und dem Gazastreifen genutzt.

Textgröße ändern:

Anders als im Westjordanland herrscht im Gazastreifen die radikalislamische Hamas. Am Montag hatte Israel eine Corona-Impfstoff-Lieferung in den Gazastreifen blockiert, was sowohl bei der Hamas als auch bei der Palästinensischen Autonomiebehörde auf scharfe Kritik stieß.

Die Autonomiebehörde rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf, Israel für dieses Vorgehen zu "verurteilen" und drang darauf, Israel "vollständig zur Verantwortung zu ziehen für die Gefahren", die aus der Blockade der Vakzin-Lieferung erwüchsen. Der Impfstoff ist nach Angaben der Palästinenser für Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen gedacht.

Die Autonomiebehörde erwartet nach eigenen Angaben die Lieferung von rund zwei Millionen Dosen Corona-Impfstoffen verschiedener Hersteller und dazu noch Dosen aus dem internationalen Corona-Impfstoff-Programm Covax. Die Palästinenserführung im Westjordanland will davon auch dem Gazastreifen etwas abgeben.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Überschwemmungen in Nepal: Mindestens 19 Tote - Hunderte Touristen vermisst

Nach massiven Überschwemmungen in Nepal werden in dem Himalaya-Staat hunderte Touristen vermisst. Nach vorläufigem Stand gebe es von 384 Touristen kein Lebenszeichen, darunter 291 Ausländer, erklärte die nepalesische Tourismusbehörde am Mittwoch. Videoaufnahmen zeigten Wassermassen, die Häuser mit sich rissen, und in Schlamm versunkene Gebäude. Chinesische Staatsmedien berichteten über einen Erdrutsch im Grenzgebiet zu Nepal mit vielen Opfern.

Mann soll Ehefrau in Rheinland-Pfalz in Auto getötet haben - Anklage

Weil er seine Ehefrau in einem Auto in Rheinland-Pfalz getötet haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen einen 42-Jährigen erhoben. Die Anklage wirft ihm Mord vor, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Demnach soll er Ende Mai seine getrennt von ihm lebende Frau in ihrem Auto nahe Wirft in der Verbandsgemeinde Adenau mit einem Messer erstochen haben.

Frau vor Augen von Sohn ermordet: Berliner Urteil gegen Ehemann rechtskräftig

Wegen einer tödlichen Messerattacke auf seine Ehefrau vor den Augen des eigenen Sohns muss ein Mann aus Berlin ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Mordurteil des Berliner Landgerichts, wie er am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Der Mann stach demnach im April 2025 mit einem Küchenmesser auf die 37-Jährige ein, weil sie seinen Wünschen nicht uneingeschränkt folgen wollte. (Az. 5 StR 250/26)

Sächsischer Munitionsskandal: Vorwürfe gegen Schießtrainer werden neu geprüft

Im sächsischen Munitionsskandal muss das Landgericht Dresden Vorwürfe gegen einen Polizisten neu prüfen. Die Freisprüche für zwei weitere Beamte bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) an seinem Sitz in Leipzig dagegen, wie das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Es ging um eine Fortbildungsreise des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) beim Landeskriminalamt im Jahr 2018. (Az. 5 StR 401/25)

Textgröße ändern: