Deutsche Tageszeitung - Berichte: Juan Carlos finanziert Steuerschulden mit Darlehen von Freunden

Berichte: Juan Carlos finanziert Steuerschulden mit Darlehen von Freunden


Berichte: Juan Carlos finanziert Steuerschulden mit Darlehen von Freunden
Berichte: Juan Carlos finanziert Steuerschulden mit Darlehen von Freunden / Foto: ©

Der frühere spanische König Juan Carlos hat Medienberichten zufolge seine Steuerschulden in Höhe von 4,4 Millionen Euro mit Hilfe von Darlehen beglichen. Wie die Tageszeitungen "El Pais" und "El Mundo" am Samstag berichteten, gewährten ihm etwa zehn Unterstützer, darunter Geschäftsleute und Adelige, Finanzhilfen. Juan Carlos hält sich wegen Korruptions- und Geldwäscheermittlungen derzeit im Exil in den Vereinigten Arabischen Emiraten auf.

Textgröße ändern:

Es handelt sich "El Pais" zufolge nicht um Spenden an den 83-Jährigen, sondern um Darlehen. Diese seien teilweise sogar notariell beglaubigt worden. Der Anwalt des Ex-Königs hatte am Freitag die Rückzahlung von rund vier Millionen Euro angekündigt. Dabei ging es "El Pais" zufolge unter anderem um Nachzahlungen für nicht deklarierte Flüge, die dem 83-Jährigen bis 2018 kostenlos von einer Privatjet-Firma ermöglicht worden waren. Im Dezember hatte Juan Carlos bereits knapp 680.000 Euro an Steuerschulden zurückgezahlt.

Juan Carlos war von 1975 bis 2014 König von Spanien. Gegen ihn laufen inzwischen drei Ermittlungsverfahren. Angesichts der sich häufenden Vorwürfe war der Ex-König im August vergangenen Jahres nach Abu Dhabi ins Exil gegangen.

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

Mecklenburg-Vorpommern: Unbekannte stehlen Anhänger mit Süßwaren für 250.000 Euro

Unbekannte haben in Mecklenburg-Vorpommern einen Sattelauflieger mit Süßwaren im Wert von etwa 250.000 Euro gestohlen. Sie nahmen den ganzen Anhänger mit, wie die Polizei Rostock am Mittwoch mitteilte. Demnach hatte der 41 Jahre alte Fahrer das Fahrzeug am Dienstagmorgen an einem Autohof bei Neustadt-Glewe abgestellt.

Urteil: Instagram-Account von Erotikdarstellerin darf nicht komplett verboten werden

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) darf den Instagram-Account einer Erotikdarstellerin einem Gerichtsurteil zufolge nicht komplett verbieten. Sie dürfe nur diejenigen Inhalte beanstanden, die entwicklungsbeeinträchtigend auf Kinder und Jugendliche wirkten, entschied das Verwaltungsgericht Berlin laut einer Mitteilung vom Mittwoch.

32-Jähriger bei Auseinandersetzung in Bremen erschossen

Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Menschen ist in Bremen ein 32-Jähriger erschossen worden. Wie die Polizei in der Hansestadt am Mittwoch mitteilte, wurde ihr der Streit in der Neustadt am Dienstagabend gemeldet. Dabei war demnach auch von mehreren Schüssen die Rede. Als die Polizei vor Ort ankam, traf sie dort niemanden mehr an. Eine Fahndung verlief ergebnislos. Die Spurensicherung fand mehrere Patronenhülsen einer scharfen Waffe.

Belgisches Gericht urteilt im Klimaprozess eines Bauern gegen Total-Konzern

Ein Gericht in der belgischen Stadt Tournai urteilt am Mittwoch (gegen 14.00 Uhr) im Klimaprozess eines Landwirts gegen den Öl- und Gaskonzern Total Energies. Der Rinderbauer Hugues Falys sowie drei Organisationen wollen erreichen, dass Total Verantwortung für Verluste der Landwirtschaft infolge des Klimawandels übernehmen muss und fordern eine Entschädigung. Falys beruft sich auf Dürren, die wegen des Klimawandels häufiger werden.

Textgröße ändern: