Deutsche Tageszeitung - China verbietet harte körperliche und psychische Strafmaßnahmen an Schulen

China verbietet harte körperliche und psychische Strafmaßnahmen an Schulen


China verbietet harte körperliche und psychische Strafmaßnahmen an Schulen
China verbietet harte körperliche und psychische Strafmaßnahmen an Schulen / Foto: ©

Nach dem Tod mehrerer Schüler hat das chinesische Bildungsministerium alle harten körperlichen oder psychischen Strafmaßnahmen an Schulen verboten. Seit Montag dürfen Lehrer laut dem Erlass ihre Schützlinge nicht mehr demütigen, das bereits bestehende Verbot der Prügelstrafe wurde weiter verschärft. Untersagt sind unter anderem Schläge und Beschimpfungen, auch dürfen Schüler nicht mehr gezwungen werden, stundenlang zu stehen oder auf dem Boden zu knien.

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Stattdessen sollen sie als Strafe für kleinere Vergehen wie etwa vergessene Hausaufgaben Entschuldigungsbriefe schreiben oder sich in den Klassenräumen nützlich machen. Bei schwerwiegenderen Vergehen wie Mobbing können sie vom Unterricht ausgeschlossen werden oder müssen sich einer Therapie unterziehen.

In China ist die Prügelstrafe bereits seit 1986 verboten, doch drohen Lehrer, die sich nicht an das Verbot halten, bislang nur selten Konsequenzen. Wie es nun die neuen Regeln besser durchsetzen will, ließ das Ministerium offen. Die chinesischen Medien berichten immer wieder von Fällen, in denen Schüler so schwer verprügelt wurden, dass sie an den Verletzungen starben, oder sich das Leben nahmen, nachdem sie von den Lehrern vor der Klasse gedemütigt worden waren.

Ein weiteres Gesetz, das der Nationale Volkskongress bei seiner am Freitag beginnenden Jahresversammlung verabschieden soll, sieht auch ein Verbot der körperlichen Züchtigung in der Familie vor.

(O.Tatarinov--DTZ)

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