Deutsche Tageszeitung - Kletterer am Mont-Saint-Michel kommen vor Gericht

Kletterer am Mont-Saint-Michel kommen vor Gericht


Kletterer am Mont-Saint-Michel kommen vor Gericht
Kletterer am Mont-Saint-Michel kommen vor Gericht / Foto: ©

Die nordfranzösische Insel Mont-Saint-Michel und ihr Benediktinerkloster gehören seit mehr als 40 Jahren zum Unesco-Weltkulturerbe. Nun sollen vier Fassadenkletterer in Frankreich vor Gericht, die auf das Dach der Abtei gestiegen waren. Ihnen droht jeweils eine Geldstrafe von 1500 Euro wegen Eindringens in eine geschützte historische Anlage, wie die Staatsanwaltschaft von Coutances am Dienstag mitteilte.

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Die Kletterer im Alter von rund 20 Jahren waren demnach am Montag und am Samstag an einem Baugerüst emporgestiegen, das an der Fassade der Abtei steht. Einer der Eindringlinge gelangte bis zu dem Erzengel in gut 150 Metern Höhe, ein weiterer filmte die Aktion mit einer Drohne.

Die Kletterer müssen sich nun im Herbst vor Gericht verantworten. Der Direktor des Mont-Saint-Michel, Thomas Velter, nannte ihr Vorgehen "extrem gefährlich". Die Sicherheitsvorkehrungen an dem Kulturdenkmal seien verstärkt worden.

Das Kloster wird derzeit umfassend restauriert, um Schäden durch Wind, Sand und Regen zu beseitigen. Die Abtei wurde ab dem 10. Jahrhundert auf einem Felsen im Wattenmeer der Normandie errichtet, der bei starkem Hochwasser zur Insel wird. Für Besucher ist der Mont-Saint-Michel wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

(W.Uljanov--DTZ)

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