Deutsche Tageszeitung - Russland und China wollen gemeinsam eine Mondstation errichten

Russland und China wollen gemeinsam eine Mondstation errichten


Russland und China wollen gemeinsam eine Mondstation errichten
Russland und China wollen gemeinsam eine Mondstation errichten / Foto: ©

Russland und China wollen gemeinsam eine Mondstation errichten. Beide Staaten hätten dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Dienstag mit. Die Station solle ein "Komplex von Einrichtungen für experimentelle Forschung auf der Oberfläche und/oder Umlaufbahn des Mondes" sein und "allen interessierten Staaten und internationalen Partnern" offenstehen. Zum Zeitpunkt für die Eröffnung der Station und deren Kosten wurden keine Angaben gemacht.

Textgröße ändern:

Die Vereinbarung wurde den Angaben zufolge von Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin und Zhang Keijan von der chinesischen Raumfahrtbehörde CNSA unterzeichnet. Mit der Vereinbarung versucht Russland offenbar, in der Raumfahrt wieder zu den USA und China aufzuschließen.

Bislang sind nur den Vereinigten Staaten bemannte Mondlandungen geglückt. Die Sowjetunion schickte allerdings mehrere unbemannte Sonden auf den Erdtrabanten. China gelang 2013 seine erste Mondmission, 2018 brachte die Volksrepublik als erstes Land einen Rover auf die erdabgewandte Seite des Mondes. Im April 2019 kündigte die chinesische Raumfahrtbehörde an, im Laufe der kommenden zehn Jahre eine Mondstation am Südpol des Mondes zu errichten.

Schon dieses Jahr gelang der Volksrepublik eine Mars-Mission. Das Land hat Milliardensummen in sein Raumfahrtprogramm gesteckt.

Russland ist mit den USA und anderen Ländern an der Internationalen Raumstation ISS beteiligt. Die dortige Kooperation von Nasa und Roskosmos könnte aber bereits in wenigen Jahren enden. Sein Monopol für bemannte Flüge zur ISS hat Russland wieder verloren, nachdem das private US-Raumfahrtunternehmen SpaceX erstmals Astronauten zur der Raumstation gebracht hat.

Das internationale Interesse am Mond ist in den vergangenen Jahren wieder gewachsen. Auch Länder wie Indien und Israel starteten unbemannte Mond-Missionen. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will spätestens 2024 wieder Astronauten zum Mond schicken.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Zivilschutz: 16 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen am Wochenende

Ungeachtet der von der Hamas erklärten Zustimmung zu ihrer Entwaffnung hat Israel nach Angaben der radikalislamischen Palästinenserorganisation massive Angriffe im Gazastreifen ausgeführt. Dabei wurden am Wochenende insgesamt 16 Menschen getötet, wie die Hamas mitteilte. Bei Angriffen im Verlauf des Samstags wurden demnach acht Menschen getötet. Dabei seien auch mehrere Lager für Medikamente zerstört oder beschädigt worden. Bei israelischen Angriffen auf Wohngebäude in der Nacht zum Sonntag wurden dem Hamas-Zivilschutz zufolge mindestens acht weitere Menschen getötet.

Erneuter Gefängnisaufstand in Sri Lanka - Hunderte Soldaten im Einsatz

Nach dem zweiten Gefängnisaufstand innerhalb eines Monats in Sri Lanka hat die Regierung am Sonntag hunderte Soldaten eingesetzt, um weitere Ausschreitungen zu verhindern. "Wir haben Verstärkung von den Streitkräften und den Spezialkräften erhalten, um die Ordnung wiederherzustellen und die Häftlinge in ihre Zellen zurückzubringen", sagte der stellvertretende Polizei-Chef Sanjeewa Medawatte.

Mehr als 12.000 Hektar Land durch Waldbrände in Griechenland zerstört

Durch die Waldbrände in Griechenland sind mittlerweile mehr als 12.000 Hektar Land zerstört worden. Nach Angaben des Wetterdienstes des Nationalen Observatoriums wurden allein bei mehreren Bränden im Golf von Korinth, die besonders in der Region des beliebten Küstenortes Porto Germeno in der Nähe von Athen wüteten, bis Sonntag mehr als 6500 Hektar Land verbrannt. Auf den Inseln Kreta und Paros zerstörten die Brände demnach weitere 6000 Hektar.

Zwei Deutsche unter den Opfern: 13 Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Peru

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs mit Touristen sind in Peru 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Deutsche. Die Maschine vom Typ Cessna Caravan C-208 stürzte am Samstag nach dem Start vom Flughafen Pisco für einen Rundflug über die jahrtausendealten Nazca-Linien ab, wie die Behörden mitteilten. Es gab keine Überlebenden, die Unglücksursache war zunächst unklar.

Textgröße ändern: