Deutsche Tageszeitung - Mutmaßlicher Angreifer auf US-Massagestudios des achtfachen Mordes beschuldigt

Mutmaßlicher Angreifer auf US-Massagestudios des achtfachen Mordes beschuldigt


Mutmaßlicher Angreifer auf US-Massagestudios des achtfachen Mordes beschuldigt
Mutmaßlicher Angreifer auf US-Massagestudios des achtfachen Mordes beschuldigt / Foto: ©

Nach den tödlichen Angriffen auf drei Massagestudios im US-Bundesstaat Georgia ist der Tatverdächtige offiziell des achtfachen Mordes beschuldigt worden. Im Zusammenhang mit dem ersten Schusswaffenangriff werde dem Tatverdächtigen vierfacher Mord und schwere Körperverletzung vorgeworfen, teilte das Büro des örtlichen Sheriffs am Mittwoch (Ortszeit) mit. Im Zusammenhang mit dem Angriff auf zwei weitere, benachbarte Massagesalons wurde er laut Polizei vier weiterer Morde beschuldigt.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Polizei wies der 21-jährige Tatverdächtige Robert Aaron Long ein rassistisches Motiv zurück. Bei der Tat waren sechs Frauen asiatischer Herkunft getötet worden. Der Festgenommene habe für die Tat "die Verantwortung übernommen", sagte Jay Baker von der Polizeibehörde im Bezirk Cherokee. "Er behauptet, dass sie nicht rassistisch motiviert war." Die genauen Hintergründe der Tat müssten jedoch weiter ermittelt werden.

"Er hat offenbar ein Problem, das er als Sexsucht bezeichnet", sagte Baker und fügte hinzu, der Verdächtige habe die Massagestudios eigenen Angaben zufolge als "Versuchung" gesehen, die er "beseitigen wollte". Nach Angaben der US-Behörden könnte der 21-Jährige geplant haben, nach Florida weiterzufahren und dort weitere Angriffe zu starten.

Der Angriff mit acht Todesopfern löste landesweit Bestürzung aus, US-Präsident Joe Biden äußerte sich "sehr besorgt" über die Gewalt gegen asiatisch-stämmige US-Bürger. US-Vizepräsidentin Kamala Harris erklärte, auch wenn das Motiv noch nicht geklärt sei, spreche der jüngste Angriff "für ein größeres Problem", nämlich "die Gewalt in unserem Land".

Am Tag des Angriffs war ein Bericht der Organisation Stop AAPI Hate veröffentlicht worden, wonach Hassverbrechen gegen asiatischstämmige Menschen in den USA zugenommen haben und Frauen überdurchschnittlich oft betroffen sind.

Sam Park, ein Vertreter asiatischstämmiger Bürger in Atlanta, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Corona-Pandemie, deren erste Fälle in China gemeldet wurden, habe die Ressentiments verstärkt. "Wir haben Rassismus und Diskriminierung erlebt und eine Zunahme an Gewalt gegen asiatischstämmige Amerikaner, die wegen der Pandemie zum Sündenbock gemacht werden", kritisierte Park.

Hellhörig macht daher auch ein Eintrag, den Long auf seiner Facebook-Seite geschrieben haben soll und über den die Website "Buzzfeed" berichtete. Der 21-Jährige hatte demnach für T-Shirts geworben, auf denen Sars-CoV-2 als aus China "importiertes Virus" bezeichnet wurde.

(O.Tatarinov--DTZ)

Empfohlen

Kleinflugzeug in Baden-Württemberg abgestürzt: Zwei Tote

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges sind in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug stürzte nach Angaben einer Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn am Sonntag in nahe eines kleinen Flugplatzes gelegene Weinberge bei Gundelsheim und ging in Flammen auf.

"Ein Held für die ganze Welt": Netanjahu lädt Piloten des Flydubai-Flugs zu Nationalfeiertag ein

"Sie sind ein Held für die ganze Welt": Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den indischen Piloten der Flydubai-Maschine für seine Rolle bei der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags gerühmt. Auch trug er dem Piloten des vorwiegend mit israelischen Passagieren besetzten Flugzeugs eine außergewöhnliche Ehre an: Smit Machchhar solle im kommenden Mai die Fackel zum israelischen Nationalfeiertag entzünden, sagte Netanjahu in einem am Samstag veröffentlichten Video.

Sachsen-Anhalt: Mann klettert über Balkone und stürzt in den Tod

In Sachsen-Anhalt ist ein Mann beim Versuch, über Balkone zu klettern, in den Tod gestürzt. Der 26-Jährige fiel in der Nacht zum Sonntag aus dem dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Halle an der Saale auf die Straße, wie die Polizei mitteilte. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Angriff auf homosexuelles Paar in Bremen: Ein Mann verletzt

Am Rande der Feierlichkeiten zum Einheitstag in Bremen ist es zu einem Angriff auf ein homosexuelles Paar gekommen. Zwei 29 und 33 Jahre alte Männer wurden am Samstagabend aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus aufgrund ihrer sexuellen Orientierung beleidigt und geschlagen, wie die Polizei in Bremen am Sonntag mitteilte.

Textgröße ändern: