Deutsche Tageszeitung - Isländischer Vulkan Fagradalsfjall ausgebrochen

Isländischer Vulkan Fagradalsfjall ausgebrochen


Isländischer Vulkan Fagradalsfjall ausgebrochen
Isländischer Vulkan Fagradalsfjall ausgebrochen / Foto: ©

Nach einer Reihe von Erdbeben ist in rund 40 Kilometern Entfernung von der isländischen Hauptstadt Reykjavik am Freitag der Vulkan Fagradalsfjall ausgebrochen. "Die Eruption in Fagradalsfjall hat begonnen", teilte die isländische Meteorologische Behörde auf Twitter mit. In der Nacht war ein rotes Himmelsleuchten zu beobachten. Die Behörden riefen die Öffentlichkeit auf, sich von dem Gebiet fernzuhalten.

Textgröße ändern:

Ein Lavastrom ergoss sich aus einem Bodenriss in Geldingadalur in der Nähe des Berges Fagradalsfjall, wie auf Video-Aufnahmen der Küstenwache zu sehen war. Der Berg Fagradalsfjall liegt auf der Halbinsel Reykjanes nur 40 Kilometer von der Hauptstadt Reykjavik entfernt, unweit des internationalen Flughafens Keflavik und des kleinen Fischereihafens Grindavik. Die Straße von Reykjavik zum Flughafen war am Freitag zeitweise gesperrt.

Da das Gebiet rund um den aktuellen Vulkanausbruch unbewohnt ist, droht für die Bevölkerung nach Behördenangaben jedoch keine unmittelbare Gefahr. Die Lava habe sich nur auf einem Gebiet von weniger als einem Quadratkilometer ausgebreitet, teilte der Wetterdienst IMO mit.

Die Polizei ordnete für Einwohner, die östlich des Vulkanausbruchs leben, an, alle Fenster zu schließen und die Gebäude nicht zu verlassen. Das wurde mit möglichen Schwefeldioxid-Emissionen aus dem Vulkanausbruch begründet, die gesundheitsgefährdend, wenn nicht lebensgefährlich sein könnten.

Das betroffene Vulkansystem Krýsuvík war nach Behördenangaben in den vergangenen 900 Jahren inaktiv. Die Region steht jedoch seit einigen Wochen unter verstärkter Beobachtung, nachdem Ende Februar ein Erdbeben der Stärke 5,7 in der Nähe des Berges Keilir registriert worden war. In der Folge kam es zu einer ganzen Serie kleinerer Erschütterungen. Insgesamt wurden mehr als 50.000 Erdbeben gemessen, die höchste Zahl seit Beginn der digitalen Aufzeichnungen 1991.

Island hat 32 aktive Vulkansysteme, im Schnitt kommt ereignet sich alle fünf Jahre ein Ausbruch. Im April 2010 hatte die Eruption des kleineren Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden damals gestrichen, gut zehn Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

Kleinflugzeug in Baden-Württemberg abgestürzt: Zwei Tote

Beim Absturz eines Kleinflugzeuges sind in Baden-Württemberg zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Flugzeug stürzte nach Angaben einer Sprecherin des Polizeipräsidiums Heilbronn am Sonntag in nahe eines kleinen Flugplatzes gelegene Weinberge bei Gundelsheim und ging in Flammen auf.

"Ein Held für die ganze Welt": Netanjahu lädt Piloten des Flydubai-Flugs zu Nationalfeiertag ein

"Sie sind ein Held für die ganze Welt": Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat den indischen Piloten der Flydubai-Maschine für seine Rolle bei der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags gerühmt. Auch trug er dem Piloten des vorwiegend mit israelischen Passagieren besetzten Flugzeugs eine außergewöhnliche Ehre an: Smit Machchhar solle im kommenden Mai die Fackel zum israelischen Nationalfeiertag entzünden, sagte Netanjahu in einem am Samstag veröffentlichten Video.

Sachsen-Anhalt: Mann klettert über Balkone und stürzt in den Tod

In Sachsen-Anhalt ist ein Mann beim Versuch, über Balkone zu klettern, in den Tod gestürzt. Der 26-Jährige fiel in der Nacht zum Sonntag aus dem dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Halle an der Saale auf die Straße, wie die Polizei mitteilte. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Angriff auf homosexuelles Paar in Bremen: Ein Mann verletzt

Am Rande der Feierlichkeiten zum Einheitstag in Bremen ist es zu einem Angriff auf ein homosexuelles Paar gekommen. Zwei 29 und 33 Jahre alte Männer wurden am Samstagabend aus einer etwa zehnköpfigen Gruppe heraus aufgrund ihrer sexuellen Orientierung beleidigt und geschlagen, wie die Polizei in Bremen am Sonntag mitteilte.

Textgröße ändern: